Freude am Leben

http://www.20min.ch/wissen/news/story/-Geniessen-setzt-Loslassen-voraus--20260301

Für Spassmöglichkeiten ist in unserer Zeit und unserem kleinen Land reichlich gesorgt. Zum einen haben wir im Vergleich zu den Zeiten, in denen man den größten Teil seiner Zeit mit seiner Überlebenssicherung (interessant ein Artikel aus dem Jahr 2002 im Vergleich zu einem aus dem Jahr 2012) verbringen musste - was allerdings auch heute zum Teil noch der Fall ist -, unglaublich viel Freizeit und dazu zahllose Möglichkeiten für Spiel und Spaß (darunter auch unendlich viele kostenlose, die jedem offen stehen), zum anderen haben wir auch eine sehr große Auswahl an beruflichen Tätigkeiten, sodass auch die Arbeit Spaß machen kann - bei mir ist dies durchaus der Fall. Dass sie es oft dennoch nicht tut, hat mit anderen Instinkten zu tun. So könnte etwa der Gemeinschaftsinstinkt uns nötigen, einen unangenehmen Job zu behalten, weil wir andernfalls den sozialen Abstieg und damit den Verlust unseres "Rudels" befürchten, oder der Rangordnungsinstinkt wähnt unsere Freiheit gefährdet und erzeugt daher Problemgefühle, die den Spaß blockieren.

Das Leben fängt für viele dann an - nicht nur bei uns in der Schweiz - Spaß zu machen, wenn der Überlebenstrieb, der Sicherheitsinstinkt und der Rudelinstinkt befriedigt sind und keine Ängste auslösen. Schaut man Kinder zu oder an - sie schaffen es, auch unter widrigen Umständen und ohne Hilfsmittel aus fast allem ein Spiel zu machen. Die einzige Voraussetzung ist, dass keine elementaren Ängste vorhanden sind. Unser Spaß kommt von allein, wenn sich die Denkfehler in unserem Kopf nach und nach auflösen.
Auch der Genuss ist gesichert, da wir SchweizerInnen (leider nicht alle) im Bezug auf Nahrung mit weit mehr als nur dem Notwendigsten versorgt sind und daher unzählige Möglichkeiten haben, zu wählen, schlemmen und zu genießen. Die Festtage (Weihnachten) nahen und unsere Bäuche werden prall und sättigend mit den feinsten Köstlichkeiten gefüllt.

Was dem Auskosten dieser Fülle an Spaß- und Genussmöglichkeiten allerdings oft entgegensteht, sind Tabus und eingebildete Grundsätze nach dem Muster "So öppis macht mer nöd!" oder "Das isch nüüt für mich." Gut wäre, einmal etwas Neues auszuprobieren und probeweise die eigenen Regeln ein klein wenig zu übertreten. Es sind ja eigene (Tabu)Regeln. Allein schon das kribbelige Gefühl, die eigenen Tabus zu übertreten, kann ein Genuss sein. Ich möchte hier keine Beispiele aufzählen.

Vier Jahre her, aber immer noch aktuell.

Da fehlt doch noch etwas.
Obwohl das Bedürfnis nach sexueller Befriedigung im weiteren Sinne ebenfalls dem Genusstrieb zugeordnet wird, stufen es viele separat ein, da es sowohl biologisch als auch der Wahrnehmung der meisten Menschen eine Sonderrolle einnimmt.
http://www.handelszeitung.ch/lifestyle/marc-faber-zuerich-haben-fast-alle-banker-gekauften-sex

Die wenigsten Probleme, die im Zusammenhang mit Sex auftauchen, haben tatsächlich unmittelbar mit dem Sexualtrieb (Triebtheorie) zu tun - das kennt wohl jeder. Diesen (in Partnerschaft lebend oder als Single), kann man auch eigenhändig abhelfen - und auch diese Form der Befriedigung kann und darf man guten Gewissens genießen.

Diesen zu befriedigen, ist eigentlich extrem einfach - man braucht dazu weder einen anderen Menschen noch irgendwelche Hilfsmittel - oder auch mit - außer den eigenen Händen. Dem Sexualtrieb an sich reicht diese simple Art der Befriedigung vollkommen aus - er kann gar nicht unterscheiden, wer oder was ihn befriedigt hat.

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