Abzockerinitiative: JA !

Am 3. März kommt nun endlich die Ab­zocker­in­itia­tiv​e vors Volk. Ohne di­rek­ten, aber mit einem in­di­rek­ten Ge­gen­vor­schlag: Man müsse die In­itia­tive ab­leh­nen, wird von ver­schie­de­ner Seite ar­gu­men­tiert, so­dass der in­di­rekte Ge­gen­vor­schlag so­fort um­ge­setzt wird! - Eine viel schnel­lere Lösung, wel­che die meis­ten Punkte der In­itia­tive ja schon ab­de­cke.

Darum geht es aber nicht.

Die besten Gesetze der Welt nützen nichts, wenn sie 'flexibel' umgesetzt und umgangen werden. Das zeigen genug Beispiele weltweit. Abzockerei, Verfilzung & Profitmaximierung entstand nicht primär aus falschen Gesetzen, sondern aus einer Kultur des kurzfristigen Denkens und des Egoismus. Es ist diese Kultur, die uns über Jahrzehnte global in die falsche Richtung geführt hat und schliesslich in der Finanz- und Schuldenkrise gipfelte. Wir brauchen nicht primär gesetzliche Lösungen, sonder langfristig eine Änderung der Kultur!

Es geht um das Signal!

Wird die Abzockerinitiative abgelehnt, dann heist dies, dass die Lobbyisten mit ihrer Verzögerungstaktik Erfolg hatten. Die Gesetze des Gegenvorschlags werden dann halbherzig umgesetzt, flexibel interpretiert und teilweise umgangen. Business as usual.
Wird die Abzockerinitiative hingegen angenommen, dann haben wir ein klares Zeichen gesetzt an Manager, Lobbyisten und Politiker. Ein Zeichen gegen die kurzfristige, egoistische Profitmaximierung. Ein Ja zeigt, dass wir nicht käuflich sind, auch nicht mit vielen Millionen für Abstimmunskampagnen.

Ein Ja ist ein Signal mit sofortiger Wirkung auf die Kultur - Ein Signal, das die Schweizer Politik über Jahrzehnte beeinflussen wird.

Wir haben die Möglichkeit, ein klares Zeichen zu setzen. Stimmen wir JA!

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