Kantonales Waldgesetz: Wasser predigen und Wein trinken

Wie bereits mehrfach erwähnt wird die vorgestern gestartete Grossratsssession von der Budgetdebatte und Sparmassnahmen dominiert werden. Den Auftakt der Session bildete aber die Revision des Kantonalen Waldgesetzes, das im Vorfeld wegen dem drohenden aber inzwischen abgewendeten Fahrverbot von Velos auf Waldwegen für Aufregung sorgte. Schon in der Kommission und auch heute wieder hat sich gezeigt, dass die bürgerlichen Parteien nicht viel vom Sparen halten, wenn es ihre eigenen Interessen bzw. in diesem Fall die vermuteten Interessen der Waldbesitzer betrifft. Der Regierungsrat hat im Gesetzesentwurf ursprünglich vorgeschlagen, dass die regionalen Waldpläne durch einen übergeordneten Waldplan ergänzt werden sollen. Der Regierungsrat versprach sich davon eine einfachere und effizientere Planung, da Grundsätze, welche für alle der fast 40 regionalen Waldpläne gelten, so nur einmal verhandelt werden müssten. Der Aufwand der Verwaltung hätte so reduziert werden können. Von dieser einfachen Sparmassnahme wollten die bürgerlichen Parteien allerdings nichts wissen, da sie befürchteten dass die regionalen Waldbesitzet an Einfluss verlieren könnten. Es fällt den bürgerlichen Parteien leicht grossmundig Sparmassnahmen in der Zentralverwaltung zu verlangen, im konkreten Fall will man davon aber dann doch nichts wissen.

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