Warum braucht es heute so viele Doppelverdienerhaushalte?

Wie haben wir es in den 60er Jahren geschafft - als Doppelverdienerhaushalte auf die unterste Verdienerschicht beschränkt waren – Familien mit mehreren Kindern mit nur einem Lohneinkommen durchzubringen? Mein Vater war ein einfacher Kantonalbankkassier, der eine sechsköpfige Familie in einem alleinstehenden Einfamilienhaus in der Agglomeration Basel unterhalten konnte. Heute undenkbar. Was ist da in der Zwischenzeit alles schiefgelaufen, dass wir dies heute mit einem viel höheren Realeinkommen/Kopf nicht mehr schaffen? Es gibt viele Antworten: 1. Der Grundbedarf hat sich erhöht (Auto, gehobene Ferien-, Inneneinrichtungs-, Nahrungsmittel- und Kleideransprüche) 2. Die Steuern haben sich stark erhöht 3. Heute muss wegen der unsicheren Altersvorsorge mehr gespart werden 4. Unter anderem wegen der hohen Zuwanderung sind die Boden- und Mietpreise stark gestiegen 5. Die Gesundheitskosten sind überdurchschnittlich gestiegen 6. Der Produktionsgewinn der Wirtschaft ist mehrheitlich in die Taschen der Kapitalbesitzenden und ManagerInnen geflossen auf Kosten von angemessenen Lohnsteigerungen für die gewöhnlichen Angestellten.

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