Zottel-Browser, Blocher TV, Radio Reduit und Extrablatt mit Absender-Angabe kein Problem

Die Errungenschaft der Presse- und Meinungsfreiheit ist auch mit Blick auf die aktuellen Zensur-Zustände in China ein unbezahlbares Gut. Ohne diese Säule wäre eine direkte Demokratie nach Schweizer Art gar nicht möglich. Der zurückliegende Präsidentschaftswahlkampf in den USA jedoch hat eindrücklich illustriert, dass monetäre Einflüsse ein nicht zu unterschätzendes Manipulationspotential darstellen. In der Schweiz sind die Parteien im internationalen Vergleich finanziell eher schwach. Bis auf eine Partei, die beinahe über unerschöpfliche finanzielle Mittel verfügt und sich nun sogar eine Schweiz weite Parteizeitung leistet. Soweit so gut, immerhin ist der Absender des Extrablatts bekannt. Dies im Gegensatz zur Basler Zeitung. Wenn ich Bücher lese, will ich ebenfalls Hintergrundinformationen zu den Autoren wissen. Bei den Medien muss dies – um dem Gut der Pressefreiheit wirklich gerecht zu werden – ebenfalls transparent und offen zugänglich sein. Von mir aus, kann die SVP einen eigenen Browser auf den Markt bringen oder ein Radioprogramm gestalten, wichtig sind aber die Transparenz zum Betreiber und natürlich ein Wettbewerb unter mehreren Anbietern. Darum lieber ein SVP Extrablatt als eine von Christoph Blocher finanzierte Zeitung, die ihre wahren Besitzverhältnisse zu verschleiern versucht.

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