Avenir Suisse Studie: Hohe Fixkosten für Wohnen, Krankenkasse und Kinderbetreuung als eigentliches Problem.

Die Hauptursache des "Armutsrisikos Kinder" liegt meines Erachtens darin, dass heutzutage für Familien ein Einkommen oft nicht ausreicht. Denn egal ob ein oder beide Elternteile arbeiten, das eine Einkommen fällt entweder ganz weg oder es wird zu einem Grossteil von den Kosten für Kinderkrippe / Hort sowie von den zusätzlichen Steuern aufgefressen. Am Ende des Tages muss dann doch das eine, verbleibende Einkommen für einen Grossteil der Kosten für Wohnen, Krankenkasse, Essen, Mobilität, etc. ausreichen. Das heisst, dass auch bei zwei berufstätigen Elternteilen das Problem nicht gelöst wird. Ausser, sie verdienen überdurchschnittlich gut.
Entschärfen liesse sich die Problematik u.a. durch günstigere Mieten (eine Familie mit Kindern kann nunmal nicht in einer 2.5-Zimmer, -Wohnung leben), bezahlbare Kinderbetreuung, sowie einer Krankenkassen-Grundversicherung, die so organisiert ist, dass es möglichst wenig Doppelspurigkeiten und Leerläufe gibt, für die letztlich der Prämienzahler aufkommen muss.
Nichtsdestotrotz braucht es wohl auch bei der Bevölkerung ein Umdenken. Ein iPhone oder eine Designertasche ist halt nunmal ein "Luxus" und gehört nicht zur lebensnotwendigen "Grundausstattung". Man muss bewusster konsumieren und Prioritäten setzen.

5 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.