Die CVP versucht die Diskriminierung von Homosexuellen zu institutionalisieren.

Wir haben es wahrscheinlich alle gehört, die CVP hat es nach verdammt langer Zeit wieder geschafft nicht eine, sondern gleich zwei, Initiativen Zustande zu kriegen. Damit ist die FDP die einzige der grossen Parteien die nicht Initiativfähig ist. Aber zurück zu den CVP-Initiativen, ich möchte genauer die Initiative zur Abschaffung der Heiratsstrafe und werde hier mal gleich den Initiativtext zitieren.

Art. 14 Abs. 2 (neu)
Die Ehe ist die auf Dauer angelegte und gesetzlich geregelte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau. Sie bildet in steuerlicher Hinsicht eine Wirtschaftsgemeinschaft. Sie darf gegenüber anderen Lebensformen nicht benachteiligt werden, namentlich nicht bei den Steuern und den Sozialversicherungen.

Hier erregt vor allem ein kleiner Satz mein Gemüt und zwar "Die Ehe ist die [...] gesetzlich geregelte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau".
Die CVP versucht damit zwei Streiche auf einmal, denn sie möchte die "Heiratsstrafe abschaffen" und ganz nebenbei die Diskriminierung von Homosexuellen gesetzlich festhalten.

Für einen modernen Staat ist so ein Artikel nicht hinnehmbar, für eine moderne Gesellschaft ebenfalls nicht. Die Gleichberechtigung von Homosexuellen ist eines der letzten grossen Dinge in der Schweiz die wir anpacken müssen und da muss die CVP nicht mit ihrem christlich-fundamentalistisch anmutenden Wahnsinn kommen, welcher uns 50 Jahre zurückwerfen würde. Es darf zwischen einer Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau und zwischen zwei Gleichgeschlechtlichen Partnern keinen Unterschied geben.

Wer aus religiösen Überzeugungen oder aus Hass gegen Menschen mit anderen Lebensformen, Gesetze gegen solche erlasst, der lebt 70 Jahre in der Vergangenheit. Wir wollen nicht und wir dürfen nicht ein Gesetz erlassen welches Homosexuelle diskriminiert.

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