Darf ein Basler Staatsangesteller im Schweizer Fernsehen frei seine Meinung sagen? Oder braucht es dazu erst das O.K. der "Basler Zeitung"?

Die "Basler Zeitung" greift den Basler Stadtentwickler Thomas Kessler wegen seines Auftriits in der ARENA des Schweizer Fernsehens scharf an.

Dieser Angriff ist nach meinem Urteil völlig unangebracht und ausgesprochen schäbig. Thomas Kessler ist mir seit langen Jahren persönlich bekannt als ein Mann von analytischem Verstand, grosser Schaffenskraft und Augenmass. Seine persönliche Integrität steht für mich sowieso ausser jedem Zweifel.

Thomas Kesslers Auftritt in der ARENA ist nach meiner Beobachtung in nichts zu beanstanden. Seine Darlegungen zur problematischen Sicherheitssituation vorab in den Städten sind fundiert, seine klugen Verbesserungsvorschläge des weitern Nachdenkens wert.

Im Unterschied zum Basler Sicherheitsdirektor Gass, der sich ja bald in die Frühpensionierung flüchtet, trifft man Thomas Kessler auch regelmässig auf der Gasse an. Er weiss also wovon er spricht, wenn er sich zum Thema Sicherheit im öffentlichen Raum äussert.

Weder Gass noch die "BaZ" sehen sich in der Lage, auf Kesslers ARENA-Votum inhaltlich einzugehen. Lieber lässt dieser kleine FDP-Politiker sich von der einstmals grossen Zeitung als Zeugen für ein künstliches Aufregerli herbeizitieren. Dass sein machthungriger Nachfolger sich ebenfalls auf dies windige Spiel einlässt, vermag niemanden zu überraschen. Nomen est omen.

Nicht Kesslers Auftritt in der ARENA ist ein Skandal. Der Skandal liegt darin, dass eine sogenannte Redaktion das Denkvermögen ihrer restlichen Leserschaft für so gering einschätzt, dass sie ihr eine solche Geschichte vorsetzt.

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