Wie alle vier Jahre fand in den USA auch 2012 wieder eine Richtungswahl statt. Diese mediale Zweckbegeisterung schienen die Amerikaner nicht wirklich zu teilen

Der Obama Hype von 2008 ist verflogen und der „Ausserirdische von damals auf ein vernünftiges menschliches Mass reduziert worden. Willkommen in der Realität und diese ist mit Blick auf all die Herausforderungen mit einer bitteren Mixtur angereichert worden. Der Lack der einst so glänzenden Supermacht ist ab und Obamas Leistungsausweis in den letzten vier Jahren sehr durchzogen. Zu seiner Verteidigung kann angeführt werden, dass die Baustellen immens waren und der Einflussfaktor des amerikanischen Präsidenten eher überschätzt wird. Trotzdem ist unter Obama die Schuldenlast - unter der Amerika ätzt - weiter massiv angestiegen. Armut ist in Amerika nach der Immobilien- und Bankenkrise noch viel sichtbarer geworden. Das sorglose Leben auf Pump hat viele Menschen in Amerika drastisch eingeholt. Top jedoch ist die USA weiterhin und völlig unangefochten bei den Rüstungsausgaben. Sonst ist das Land verwundbarer geworden. Es ist erstaunlich, dass Obama in dieser Situation als Präsident wiedergewählt worden ist. Wobei die Republikaner und ihr Kandidat Romney sehr viel dazu beigetragen haben, dass sie sich nicht als glaubwürdige Alternative zum Status Quo positionieren konnten. Insofern ist das aktuelle Votum eher ein Entscheid gegen Mitt Romney als eine überzeugende Zustimmung für Obama. Wenigstens ist die Fallhöhe für den einstigen Überflieger diesmal nicht mehr so hoch wie 2008.

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