Bildung und Integration für Bümpliz/Bethlehem

Bildung ist der wichtigste Schlüssel zu gesellschaftlicher Integration und sozialem Aufstieg. Gerade in Berns Westen, wo traditionell mehr Menschen mit geringerem Einkommen wohnen sollte es deshalb das wichtigste Thema von allen sein. Die Sparwut und Steuersenkungssucht bürgerlicher Politik ist dabei gerade die grösste Gefahr. Es wird bei diesem Gebiet nicht einmal darüber gestritten, die Gelder die investiert werden zu erhöhen, sondern allein darum die bisherigen Investitionen zu erhalten.

Dabei erlaubt uns gerade die Bildung am besten der neuen Generation die gesellschaftlichen Werte mit auf den Weg zu geben. Viele konservativ veranlagte denken, dies sei die Aufgabe der beiden Eltern. Dem stimme ich sogar zu, nur dass sehr viele Kinder in unserem Land heutzutage nur noch mit einem Elternteil aufwachsen (jede zweite Ehe wird inzwischen geschieden) und/oder zudem in Berns Westen die Eltern selbst nicht vollkommen mit den Werten der Gesellschaft vertraut sind, da sie aus einer anderen Kultur stammen. Dabei sollte man Kinder nicht an der Vergangenheit und Gegenwart ihrer Eltern messen, egal welcher Herkunft, sondern an ihrer eigenen Zukunft. Egal ob das Kind einen Schweizerpass hat oder einen Migrationshintergrund, es wird sein Leben in der Schweiz verbringen. Und genau daran muss sich auch die Schule orientieren. Dass dies Geld kostet mag sein, doch fehlt mir das Verständnis für bürgerliche (und selbst manche sozialdemokatische) PolitikerInnen, die sich hier knauserig zeigen und lieber über Berns Nachtleben debatieren.

KiTas und Tagesschulen müssen dabei das Schulangebot ergänzen, um berufstätigen Eltern die nötige Flexibilität zu bieten, gerade bei Geringverdienern. Dass billige KiTas essentiell sind, um alleinerziehende und geringverdienende von der Sozialhilfe zu bewahren, habe ich bereits früher geschrieben. Weiterhin gibt es 120'000 "Working Poor" in der Schweiz. Mit obigen Massnahmen wären es auch in Berns Westen einige weniger.

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