Direkte Demokratie ist nicht defekt

In einem Gast­bei­trag vom 10. Ok­to­ber 2012 in der Aar­gauer Zei­tung be­haup­tet der ehe­ma­lige Bun­des­rats­spre­che​r Os­wald Sigg, dass un­sere di­rekte De­mo­kra­tie eine de­fekte De­mo­kra­tie ge­wor­den sei. Er er­ach­tet un­sere „politische Kultur“ als sanierungsbedürftig und kor­rupt. Im Blick-on­line von ges­tern dop­pelt er nach.

Diese weltfremden Schlussfolgerungen dürfen nicht unwidersprochen bleiben. Wo, so frage ich mich, soll sich denn auf dieser Erde das Land mit einer tieferen Korruptionsstufe als in der Schweiz befinden? Ich für meinen Teil stehe ein für unsere direkte Demokratie, den Föderalismus und die Gewaltentrennung. Einzig seinen Vorschlag, die Beglaubigung erst nach der Einreichungsfrist durch die Bundeskanzlei bei den Gemeindekanzleien einzuholen, unterstütze ich.

Ja, Geld regiert die Welt. Daraus aber abzuleiten, unsere Demokratie sei „defekt“, das ist ein mindestens so defektes Pauschalurteil. Ich fordere die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons Aargau auf, ihr demokratisches Privileg wahrzunehmen und durch eine hohe Stimmbeteiligung bei den anstehenden Grossratswahlen Oswald Siggs Aussagen Lügen zu strafen.

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