Hetzerische Amnestykampagne Mit ihrer entwürdigenden Darstellung von Ruth Humbel ist das Niveau der "Kosovare schlitzt Schweizer auf"-Plakate erreicht.

Vor Amnesty und ihrem weltweiten Einsatz für die Menschenrechte hatte ich eigentlich Respekt. Doch mit ihrer neuen Kampagne widerspricht sich Amnesty selbst. Sie diene dazu, einer fairen und menschenwürdigen Asyldebatte das Wort zu reden, sagen die Macher. Doch diese Hetze auf dem Internet hat mit Fairness und Menschenwürde nichts zu tun. Sie hat dasselbe Niveau wie diese "Kosovare schlitzt Schweizer auf"-Plakate. Genau das, was man gewissen Kreisen zu Recht als totale Kulturlosigkeit anlastet, macht man jetzt selbst, indem man andere Menschen auf Plakaten und Inseraten entwürdigt. Die Vorstellungen, wie die humanitäre Tradition der Schweiz aufrecht erhalten werden kann, sind unterschiedlich. Eine andere Meinung zu haben, ist noch lange kein Grund, jemanden dermassen zu entstellen und blosszustellen wie man es bei Nationalrätin Ruth Humbel tut oder sie in unreflektierter Weise persönlich für Grausamkeiten verantwortlich zu machen. Dass weitere Organisationen bei einer solchen Hetze auf dem Internet mitmachen wie die EvB - Erklärung von Bern, humanrights.ch/ MERS, Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH, FIMM – Forum für MigrantInnen macht die Sache noch skandalöser. Sie beziehen nämlich allesamt projektorientiert staatliche Gelder.

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