Heute ist ein ganz gewöhnlicher Sonntag in der Dauerkrise. Mit meinem Beitrag stelle ich ein paar Artikel in einen - möglicherweise - zufälligen Kontext.

Der Sonntagsblick titelt Die millionenschwere Asyl-Politik treibt die Schweiz tiefer in die roten Zahlen und der Sonntag schreibt Talfahrt der «Blick»-Auflage.
Im Blick steht, dass 1,08 Mia. oder 1080 Mio. Franken für Personen im Asyl - auch die anerkannten - ausgegeben wird. In diesem Artikel wird der Umsatz für Tiernahrung 1997 mit 410 Mio. angegeben, interessant ist dazu auch dieser und vor allem dieser.

Der Sonntag verkündet beruhigend, Armee rüstet sich für Unruhen in Europa, der Tagesanzeiger hat schon früher bestätigt, «Wir werden Aufstände, Willkür und Totalitarismus erleben», und in der Sonntagszeitung lese ich kurz vermerkt

Anti-Schweiz-Gesetz: EU will Schweizer Stromer vom Markt abschneiden
Den grossen Schweizer Stromhändlern droht der Ausschluss aus einem lukrativen Teil des europäischen Strommarktes. Grund ist die neue Regulierung, welche die EU ab 2014 für den Kurzfristmarkt für Strom einführen will. Gemäss einem Artikel im Entwurf des neuen Regelwerks dürfen Nicht-EU-Staaten nur dann am Markt teilnehmen, wenn sie zuvor die Gesetzgebung der EU für den Strommarkt übernommen haben. Die Schweiz erfüllt diese Bedingung nicht: Trotz jahrelanger Verhandlungen hat sie kein Energieabkommen mit der EU. «Eine solche Klausel könnte den Marktzugang für Schweizer Energieunternehmen erschweren», bestätigt darum Thomas Hegglin, Sprecher des Übertragungsnetzbetreibers Swissgrid, der SonntagsZeitung. Sprecher der Stromriesen BKW und Axpo teilen diese Einschätzung. Der Kurzfristmarkt gilt derzeit als der lukrativste Teil des Strommarktes.

und

Neues Komitee gegen EU-Beitritt: Blocher will kein SVP-Mitglied als Präsident
In seinem Patronatskomitee «gegen den schleichenden EU-Beitritt» will der SVP-Politiker die zweite Geige spielen. «Ich werde das Patronatskomitee nicht präsidieren», stellt Blocher gegenüber der SonntagsZeitung klar. «Von mir kam lediglich der Anstoss für das Projekt; das Sekretariat betreut Nationalrat Thomas Aeschi», betont er. Blochers demonstrative Selbstbeschränkung ist bemerkenswert: dies liegt am Bestreben, seinen Kampf gegen Brüssel in einen überparteilichen Kontext zu stellen und vom SVP-Label loszulösen. So will der Chefstratege denn auch explizit keinen SVP-Kollegen als Präsident der Gruppierung. Blocher: «Das Komitee soll am besten durch einen Parteilosen präsidiert werden.» Offiziell ist die Gruppierung noch gar nicht gegründet worden; derzeit formieren die SVP-Nationalräte Thomas Aeschi, Hans Fehr und Christoph Mörgeli die Strukturen und werben um Mitglieder. «Es gibt Interessenten aus allen bürgerlichen Parteien und solche ohne Parteibuch», sagt Blocher. «Die Aufgabe des Patronatskomitees liegt mehr im strategischen Bereich», erklärt der Alt-Bundesrat, nach Sinn und Zweck der Gruppierung gefragt, und formuliert zugleich die Kampfansage: «Sicher ist, dass Verträge, die automatisch EU-Recht und EU-Gerichtsbarkeit übernehmen, mit dem Referendum bekämpft werden müssen.»

währendessen diese Woche im Tagesanzeiger «Allmählich eine gewisse Gereiztheit» festgestellt wird. Schon vorher wurde ind der gleichen Zeitung Import/Export von Strom so dargestellt, die Frage "Haben Schweizer Stromkonzerne Milliarden falsch investiert?" gestellt und mit Hoffnung auf das Schweizer Solarkraftwerk mit einer Fläche von 91 Fussballfeldern hingewiesen.
Da passt natürlich «Wir müssen die bilateralen Verträge mit der EU kündigen» und der ältere Artikel perfekt dazu, auch wenn es immer auch Andersdenkende gibt.

Der Herr Grübel sieht sich unschuldig und klagt die Staatsbanken an.

Auch in unserer kleinen Welt an unseren Wohnorten scheint der Frieden gestört und wir rufen nach den Behörden, die leider auch nicht perfekt sind.

Ja, ein ganz gewöhnlicher Sonntag in der Krise.

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