Kein Atom Endlager in unserer Region!

2014 entscheidet der Bundesrat über den künftigen Oberflächenstandort für ein Tiefenlager. Sieben Standorte befinden sich im Kanton Aargau. Zwei davon befinden sich in Suhr und Kölliken. Da bis jetzt Projekte für ein Atommüllager am Widerstand der betroffenen Regionen gescheitert sind, wurde 2005 das Kernenergiegesetz geändert. Es gibt kein Vetorecht mehr und die Regionalkonferenzen sind willkürlich. Da Suhr und Kölliken zurzeit als einzige Standorte kein Widerstand gezeigt hat, ist es an der Zeit auch gemeinsam gegen dieses gefährliche Lager zu kämpfen. Aus diesem Grund bin ich Mitglied im KAAZ!.

In unserer Region leben mehr als 200'000 Menschen. Von einem Tiefenlager und deren Umladevorgängen wären grosse Grundwasserströme des schweizerischen Mittellandes bedroht. Kölliken leidet schon von einer Deponie, die in den 70 Jahren als sicher und gefahrenlos angepriesen wurde. Diese baut man mit Millionenbeiträgen aus unseren Steuern ab.

Unsere Kindern und Enkel dürfen nicht die Risiken überlassen werden. Nur mit einem grossen Widerstand wird die Nagra nicht in unserem Gebiet ein Endlager bauen. Damit es in der Zukunft keine Endlager mehr braucht, gilt es den geordeten Rückzug aus der Atomenergie konsequent zu gehen. Dies ist aber nur möglich wenn die Nutzung der einheimischen erneuerbaren Energien massiv gesteigert wird. Es braucht neue Technologien und Anreize damit Strom eingespart wird. Die Energiewirtschaft soll wie der Bundesrat vorschlägt mehr "Massnahmen treffen zur Förderung des sparsamen und rationellen Elektrizitätsverbrauchs sowie der Nutzung von einheimischen und erneuerbaren Energien".

Es braucht aber Lockerung der Vorschriften des Umwelt- und Landschaftsschutzes für den Bau und den Ausbau von Wind-, Solar- und Wasserkraftwerken. Nur so können die erneuerbaren Energien für die nötige Kompensation sorgen. Die Wasserkraft, Windenergie, solare Strahlung, Erdwärme, nachwachsenden Rohstoffe und zukünftigen Wasserstoff-Fusionskraftwerke müssen durch eine nachhaltige Finanzierung (beispielsweise durch die Energie- statt Mwststeuer) gefördert werden

Für serienmässig hergestellte Anlagen, Fahrzeuge und Geräte braucht es entsprechende Vorschriften, damit die beste verfügbare Technologie eingesetzt wird. Dazu gehören moderne Heizungswasser-Pumpen, die in allen Häusern im Winter funktionieren. Für Neubauten aber auch bestehende Häuser muss es höhere Standards geben, damit der Energieverbrauch sinkt. Zusätzlich sind die Heiz- und Warmkostenabrechnung verbrauchsabhängig zu verrechnen.

Ein Ausstieg aus der Atomkraft und damit keine grosse Endlager gibt es nicht zum Nulltarif. Wir können alle einen Beitrag leisten in dem wir jetzt schon Energie sparen. Beim Kauf ist auf die Energieeffizienz zu achten. LED Lampen statt Stromsparlampen sparen noch mehr Strom ein und enthalten kein Quecksilber. Wenn man nur wenig dreckiges Geschirr hat, sollte man die Verwendung eines Geschirrspülers überprüfen. Meist ist hier das Spülen von Hand günstiger. Beim Verlassen des Raumes sollte man immer das Licht löschen. Generell sollte eine Waschmaschinen möglichst komplett gefüllt sein, ansonsten das Kurz- oder Sparprogramm verwenden. Beim Kochen spart man Strom mit einem Deckel auf den Töpfen und durch die Nutzung des kleinsten Topfes. Beim Backen gehören ungenutzte Bleche aus dem Backofen. Wenn Sie Geräte über einen längeren Zeitraum nicht nutzen, sollte Sie das Gerät richtig ausschalten bzw. den Stecker ziehen. Dazu eignen sich schaltbare Mehrfachsteckdose. Damit können sie einfach die Geräte abschalten und bei der Nutzung wieder einschalten. Statt das Auto zu verwenden zu Fuss, mit dem Velo oder mit dem öffentlichen Verkehr ans Zielort gelangen. usw.

Setzen wir ein Zeichen mit der Mitgliedschaft bei KAAZ! und durch unseres eigenes Handeln beim Energieverbrauch. Damit unsere Kinder eine gute Zukunft haben.

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