Alpenschutz aber kein Mittellandschutz Güterverkehr kommt im Aargau auf die Strasse

Seit Jahren fordert Politik und Bevölkerung, dass Güter von der Strasse auf die Schiene kommt um:

  • CO2 zur Reduzieren
  • Energiesparen zu sparen
  • Die Abnützung der Strassen zu verkleinern und weniger Staus zu haben

Es wird daher die Neat für Milliarden gebaut und der Druck auf das Transportgewerbe und die Unternehmen erhöht. Auch werden Gelder aus der LSVA dazu verwendet die Neat zu bauen.

Aber im Aargau scheint nun der Umgekehrte Fall einzutreffen, es wird der SBB Cargo Anschluss in Wettingen geschlossen und damit höchstgefährliche Chemikalien von der Schiene auf die Strasse verlegt. Oder es wird sogar beschlossen, dass die Wynental-Suhrental-Bahn den Güterverkehr ganz aufgibt.

Seit Jahren wird schon bei der SBB das Angebot der Cargo Tochter reduziert und trotzdem erwartet man, dass die Firmen mehr Güter mit der Bahn transportieren. Dieser Leistungsabbau hat natürlich dazu geführt, dass einige Firmen die Bahn nicht mehr als verlässlichen Partner ansehen und nicht mehr mit ihr Rechnen oder in neue Anschlüsse investieren.

Dass aus Rentabilitäts-Gründen nun Cargo Standorte geschlossen werden oder auf Teilstrecken sogar der Güterverkehr dem Personenverkehr weicht, würde für ein privates Unternehmen Sinn machen, aber beide Unternehmen sind mehrheitlich oder ganz in Öffentlicher Hand.

Damit die Neat langfristig Rentabel wird, muss auch die kleinen Cargo Bahnanschlüsse erhalten bleiben.

Zusätzliche Mittel für den Betrieb des Güterverkehrs könnte man auch von der LSVA abzweigen (jeder Lastwagen weniger auf der Strasse, veringert das Risikos eines Staus). Bei der WSB könnten auch das Landwirtschafts-Departament oder das Verteidigungs-Departament Mittel bereitstellen. Denn der Transport der 8000 Tonnen Zuckerrüben und der Rücktransport des Futterabfalls ist zum einem für die Landesverteidigung (Grundversorgung) wichtig und für die Landwirtschaft, eine Subvention wo direkt, nicht nur den dortigen Bauern hilft, sondern auch der Bevölkerung der Region.

Es wird viel getan für den Alpenschutz, aber für den Schutz des Mittellandes wenig. Wenn man Güter von der Strasse auf die Schiene verlagern will und CO2 reduzieren, muss man in die Infrastrucktur der Bahn und deren Unterhalt investieren. Denn wie heisst es so schön ohne Angebot keine Nachfrage.

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