Künten wird kurzfristig wohl nicht Energiestadt und nimmt trotzdem eine regionale Vorbildsfunktion ein

Vor etwas mehr als einem Jahr hat Dominik Peter im Namen der Grünliberalen an der Gemeindeversammlung gefordert „Künten soll Energiestadt“ werden. Der Gemeinderat war nicht glücklich über eine solche Forderung und fühlte sich dadurch in Bedrängnis. Nach der Rede von Dominik Peter, in welcher er den Gemeinderat ziemlich in Frage stellte, folgte eine zehnminütige Präsentation, in welcher der Gemeinderat aufzeigte was er für die Umwelt in Künten schon alles getan hat bzw. noch tun möchte. Über den Antrag von Dominik Peter wurde abgestimmt und es geschah das, was niemand erwartet hätte – Unentschieden – der parteilose Gemeindeammann, Werner Fischer, welcher sich notabene enthalten hatte, musste in der Folge einen Stichentscheid fällen. Er fiel keinen Stichentscheid, sondern machte einen Gegenvorschlag:

Gründen wir eine Energiekommission und arbeiten an konkreten Projekten. Dies wurde vom Antragssteller, Dominik Peter, dankend akzeptiert und seither arbeitet man aktiv mit der Gemeinde zusammen:

Auf das neue Gemeindehaus wird eine Solaranlage gebaut, in die Finanzplanung 2014 wurde Geld zurückgelegt um den Weg unterhalb des Schulhauses in Richtung Chuehweid/Sulz endlich zu beleuchten und zwar mit einer LED-Beleuchtung. Gleichzeitig prüft die Energiekommission, ob es Sinn macht sämtliche Strassenlampen durch LED-Leuchten zu ersetzen, d.h. konkret wie viel Energie und Steuergeld für den elektrischen Strom und die Wartung durch eine solche Massnahme gespart werden kann und wie viel diese Investition kosten wird. Des Weiteren wird sich die Energiekommission am Dorffest 2013, bei dem das neue Gemeindezentrum eingeweiht wird, präsentieren. Zur Zeit ist man für dieses Dorffest im Gespräch mit dem Kanton, dem regionalen Gewerbeverein und weiteren Partnern, welche die Energiekommission unterstützen können, um der Bevölkerung auf zu zeigen, wie einfach es ist Energie effizienter zu nutzen ohne wirtschaftliche oder qualitative Einbussen zu machen. Der Kanton hat bei der Anfrage der Gemeinde Künten ein grosses Lob ausgesprochen, dass es eine Energiekommission gibt, welche sich so aktiv am Dorfleben engagiert, sei vorbildlich. Auch das es Fussballtore auf der Schulspielwiese gibt, war eine Idee aus den Reihen der Energiekommission.

In Künten, in welcher nur zwei Parteien aktiv sind, d.h. die SVP und die Grünliberalen, wird man als Grünliberaler nicht mehr als exotisches grünes Pflänzchen belächelt, sondern als kompetenter und realistischer Partner, welcher wirtschaftliche Ziele umweltbewusst und nachhaltig unter einen Hut bringt, wahrgenommen. Es hat aber den mutigen Vorschlag gebraucht, um den SVP-dominierten Gemeinderat wachzurütteln und es wäre ohne den guten Gegenvorschlag seitens des Gemeindeammanns nicht so schnell soweit gekommen. Wir werden sehen, wie die Geschichte „Energiestadt Künten“ weitergeht und hoffen, dass bei den Grossratswahlen 2012 mehr als 10% der Künter grünliberal wählen.

Diesen Bericht gibt es auch unter http://www.dominikpeter.ch zu lesen.

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