Lungenliga schoss ein klassisches Eigengoal

Die Schweizer Bevölkerung hat heute mit dem überaus deutlichen Nein zur Passivrauchschutz-Initiative der Lungenliga die Notbremse gezogen. Sie sieht keinen Handlungsbedarf für eine weitere Verschärfung des Passivrauchschutzes, sie will keine zusätzliche staatliche Verbote. Das in jeder Beziehung klare Resultat ist eine Unterstützung des vernünftigen und griffigen Bundesgesetzes, das seit 1.5.2010 in Kraft ist und sich in elf Kantonen bewährt hat.

Die Initianten haben der Sache mit ihrer Zwängerei einen Bärendienst erwiesen. Das Volk quittierte den Umstand, dass sie keine Rücksicht auf die beachtlichen Fortschritte im Kampf gegen den Passivrauchschutz genommen haben, denn auch mit einem kräftigen Nein.

Mit BL, BS, FR, NE, SG, VD und VS haben sogar sieben der acht Kantone, welche gegenwärtig die verschärfte Regelung der Initiative haben, Nein gestimmt. Das sagt alles und zeigt eindeutig, dass die Initianten ihrem Anliegen letztlich sogar geschadet haben. Daraus gibt es nur eine Lehre: In den nächsten Jahren und Jahrzehnten sind weder eine Verschärfung des Passivrauchschutzes nötig noch zusätzliche staatliche Eingriffe gewünscht. Ich empfehle deshalb dem Genfer Jean-Alain Barth, die Unterschriftensammlung für seine noch radikalere Initiative, die sogar ein Rauchverbot im Freien fordert, sofort abzubrechen. Das Verdikt der Schweizer Bevölkerung ist zu akzeptieren, sonst macht er sich nur lächerlich!

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