Das Rauchverbot in Restaurants hat auch gesellschaftspolitische Auswirkungen.

Das Rauchverbot in Restaurants hat auch gesellschaftspolitische Auswirkungen. Erstens einmal ist es erniedrigend, wenn einer vor die Türe geschickt wird, um eine Zigarette zu rauchen. Gerade wenn man noch bei einer Gesprächsrunde sitzt. Denn nur wenige Restaurants besitzen ein Fumoir. Ich zumindest empfinde es so, weshalb man mich in der kälteren Periode oder wenn es regnet auch nie in einem Restaurant sieht. Zudem ist es halt schon so, dass vom Rauchverbot in Restaurants vorallem Rentner betroffen sind. Früher hat man sich bei uns in der Westschweiz sehr oft in der Beiz zum Frühschoppen oder zum Jass bei Bier und Nikotin getroffen. Das ist heute alles vorbei, denn in der Westschweiz wurden zum Teil sehr rigorose Nichtraucherschutzbestimmungen erlassen. Die alten Kameraden treffen sich fast nicht mehr. Im Winter ohnehin nicht. Das ist gesellschaftspolitisch bedenklich, denn die Leute vereinsamen, gerade Alleinstehende. Ich sehe das bei mir, seit meine Frau gestorben ist. Und seien wir ehrlich, nur am Computer zu sitzen ist auch nicht das wahre. Zudem ist eines zu bedenken: Die Initiative Barth (Alain Barth, Genf) läuft ebenfalls. Sollte dann auch noch diese Initiative angenommen werden, dann ist es auch im Sommer vorbei, auf der Restaurantsterasse rauchen zu können. Denn danach ist es ebenfalls verboten, im Freien zu rauchen. Mit einem Ja zur Initiative der Lungenliga, gibt man der Initiative Barth einen Steilpass.

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