Nein zur Initiative mit dem schrägen Namen!

Sicheres Woh­nen im Alter - heisst die Initiative

Ein net­ter Ti­tel, und zünftig gelogen.

Die Be­steue­rung des Ei­gen­miet­wer­tes im Alter soll ab­ge­schafft wer­den. Schein­bar, um Rent­ner zu schützen, die wegen des Ei­gen­miet­wer­tes ihres Hau­ses steu­er­lich so arg be­langt würden, dass sie die­ses ver­kau­fen müssten.

Nur:

  • Wer im Alter im wesentlichen auf die AHV und eine bescheidene Pensionskasse angewiesen und entsprechend knapp bei Kasse ist, zahlt sowieso kaum Einkommenssteuern - Eigenmietwert hin oder her. Richtig profitieren würden vor allem die Grossverdiener unter den Rentnern in den hohen Steuerprogressionsstu​fen. Diese sind es ja auch, die im wesentlichen die millionenschweren Villen mit hohem Eigenmietwert besitzen.
  • Sollte es sie tatsächlich geben, die verarmte alte Oma, die einsam in ihrem 14-Zimmer-Schloss sitzt und nicht weiss wie heizen und wie Eigenmietwert versteuern: Ihr kann die Initiative vielleicht helfen, auszuharren bis zum bitteren Ende und den Sitz für die Erbenkel warm zu halten, ohne dass diese ihr zu Lebzeiten noch beizustehen hätten. Allerdings nur, solange weder sie noch die Erbenkel auf die Idee kommen, etwas für den Unterhalt des Gebäudes zu tun, denn dies wäre dann steuerlich bestraft.

Wir haben also eine Initiative, die reiche Rentner und grosse, kaum genutzte und schlecht unterhaltene Immobilien entlastet.

Und eine solche brauchen wir nicht.

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