Jugend und Musik: JA zum Verfassungsartikel

Am kommenden Sonntag sorge ich für musikalische Unterhaltung im Reusspark, Zentrum für Pflege und Betreuung in Niederwil: ich spiele Klavier. Grund genug, mich noch kurz vor dem Abstimmungswochenende zu „Jugend und Musik“ zu äussern.

Es ist wohl nachvollziehbar, dass ich als Sohn eines Dirigenten und aktiver Klavierspieler ein JA in die Urne gelegt habe. Musik ist mir ein grosses Anliegen, denn ich habe über zehn Jahre Klavierunterricht genossen.
Heute ist Musik und Sport in der Verfassung nicht gleich gestellt. Ist dies so richtig? Nein, die Unterscheidung von Sport und Musik in der Verfassung ist nicht nachvollziehbar und sollte beseitigt werden. Ein weiteres Argument, das für ein JA spricht, ist die Missachtung der Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche. Nicht alle Kinder und Jugendliche haben nämlich das Privileg, Musikunterricht zu geniessen. Die hohen Elternbeiträge, die für musikalische Bildung zu entrichten sind, erzeugen heute eine Zugangssperre, wie sie kein anderer Bereich im Bildungswesen der Schweiz kennt. Die Forderung der Chancengleichheit wird dadurch schwer missachtet.

Musik fördert die soziale Kompetenz und die Intelligenz junger Menschen, das ist wissenschaftlich erwiesen. Aus diesen Gründen sowie aus Freude und Leidenschaft an Musik bin ich klar für ein JA.

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