Integration - Es ginge auch einfacher...

Biel hat einen Ausländeranteil von 28%, eine Sozialhilfequote von 11.4% (wo Personen mit Migrationshintergrund leider deutlich übervertreten sind), weiter bezieht mehr als jeder fünfte Jugendliche in Biel Sozialhilfeleistungen, in manchen Schulen beträgt der Anteil Kinder mit Migrationshintergrund über 60%, es gibt nun sogar Klassen mit Kindern, welche allesamt einen Migrationshintergrund aufweisen - Dies geht nicht spurlos an der Gesellschaft vorbei.

Die seit Jahrzehnten links dominierte Regierung schafft es nicht Kriminalität (welche von Wohlstand und Bildung abhängt) zu senken, sie schafft es nicht die Sozialhilfequote zu senken und sie schafft es nicht, das Niveau an den Schulen zu verbessern und somit (langfristig) den Bieler Kindern eine Perspektive zu geben. Stattdessen verzettelt sie sich in immer höheren Sozialhilfeausgaben, Spezialförderkursen und schafft immer wie mehr spezielle Hilfsorganisationen (mittlerweile sind es alleine in Biel 35, stark anwachsend), selbstverständlich vom Steuerzahler finanziert.

Biel ist somit das Paradebeispiel dafür, dass die von linksgrüner Seite propagierte sozialromantische Integration nicht funktioniert. Für die Integration zuständig ist in erster Linie der Immigrant, nicht der Staat. An diesen Leitfaden muss man sich in Zukunft halten, nicht nur in Biel, sondern in der ganzen Schweiz.

Was ansonsten passiert, ist nun seit einigen Jahren in Biel zu beobachten: Familien mit Kindern, welche in's Schulalter kommen ziehen aus Biel weg, weil die Eltern ihren Kindern eine gute Bildung und möglichst gute Voraussetzungen für das Berufsleben mitgeben wollen. Sie ziehen weg, weil sie es nicht verantworten können, dass ihr Kind in eine Klasse kommt, wo über die Hälfte der Kinder kaum eine Landessprache sprechen. Verständlich, dass es so seit Jahren eine Abwanderung von guten Steuerzahlern aus der Stadt Biel gibt, was sich auch in den Finanzen niederschlägt: Trotz steigender Einwohnerzahl, steigen die Steuereinnahmen von Privaten nicht. Biel befindet sich seit Jahren in einem Teufelskreis, der nun sehr schwer zu stoppen ist.

Ich arbeite seit mehreren Jahren nebenberuflich auch als Tennislehrer in der Region und habe bereits hunderte verschiedene Kinder unterrichtet, vom Bambino (5-9 Jahre) bis zum Teenager. Der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund ist hoch - und das ist sehr erfreulich. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das breite Kultur -und Sportangebot in der Region rege genutzt wird. Bei manchen Kindern und Familien mangelt es also nicht am Wille sich zu integrieren - es ist eigentlich selbstverständlich.

Und trotzdem funktioniert dieser Prozess nicht richtig. Was auffällt: Überdurchschnittlich viele Kinder mit Migrationshintergrund sprechen die Sprache nicht - Weder Deutsch, noch Französisch. Keineswegs möchte ich ausblenden, dass es auch Kinder gibt, welche sehr gut eine (oder, in Biel als bilingue-Stadt sogar zwei) Landessprachen sprechen. Doch leider gibt es im Übermass auch das Gegenteil.

Wir halten fest: Biel weist Sozialhilfeleistungen und Angebote Seitens des Staates im Übermass auf, das Kultur -und Sportangebot ist ausserordentlich breit gefächert und in manchen Fällen mangelt es nicht an der Motivation. Woran liegt es dann?

Eigentlich ist die Lösung sehr simpel - Es ginge auch einfacher! Wie eingangs bereits erwähnt: Integration liegt in der Verantwortung der Immigranten. Oftmals wird von teuren (Sprach)Kursen, umständlichen Massnahmen in der Schule oder speziellen Förderkonzepten gesprochen. Wie in Biel erkennbar: Diese Massnahmen helfen ausgesprochen wenig. Es ginge deutlich einfacher:

Um besonders den Kindern eine möglichst gute Perspektive zu bieten ist die Beherrschung von mindestens einer der Landessprachen essentiell. Doch was bringt es, wenn das Kind in der Schule und in teuren Spezialkursen die Sprache lernt, wenn Zuhause dann eben doch türkisch, russisch, kroatisch oder spanisch gesprochen wird? Nicht viel.

Während meinem 7- monatigen Aufenthalt in den USA habe ich eines gelernt: Eine Sprache lernt man, indem man sie konsequent spricht. Während diesen 7 Monaten lernte ich besser Englisch, als in meiner gesamten Zeit am Gymnasium. Es ist deshalb äusserst wichtig, dass die Kinder nicht überakademisiert werden und lediglich in der Schule die Sprache lernen - Auch Zuhause muss sie gesprochen werden (was heute bei Familien mit Migrationshintergrund leider nicht sehr oft der Fall ist.) In einer gewisser Weise ist dies auch verständlich - Wenn man unter sich ist, macht man sich doch nicht noch deswegen Umstände.

Hier liegt das Problem - Es ist von enormer Wichtigkeit, dass die Eltern für diese Massnahme sensibilisiert werden. Sie lernen dadurch auch selbst die Sprache und sparen sich langfristig teuer und umständliche Sprachkursen und Integrationshilfen und geben dem Kind, direkt von der Einschulung an eine möglichst gute Voraussetzung. Es ist wichtig, dass spätestens während den berühmten "goldenen Lernjahren" dieses Prinzip angewendet wird. Im Bereich zwischen 8 und 12 Jahren lernen Kinder am besten und meisten: Sei es im Sport oder auch in den Sprachen.

Zuletzt habe ich bei meinem Aufenthalt in den USA auch eindrücklich miterlebt, wie dortige Immigrantenkinder aus Russland und vorwiegend Mexiko absolut akzentfreies Englisch gesprochen haben. Aufenthaltszeit in den USA: Zwischen 2 und 6 Jahren. Dies zeigt, dass bei einer konsequenten Anwendung dieses Prinzips - zu jeder Zeit konsequent die Landessprache zu sprechen - das Ziel auch erreicht wird. Solche Massnahmen brauchen Anfangs zwar eine Überwindung, sind langfristig jedoch absolut sinnvoll, entlasten den Staat und sind letzten Endes eben doch weniger Umständlich als die anderen genannten Massnahmen.

Eine Kampagne zu starten, um die Eltern dazu zu verpflichten Zuhause auch eine Landessprache zu sprechen wäre nicht teuer oder umständlich und könnte zum Beispiel von der Schule aus in Form von Elterngesprächen angeregt werden. Es ist wichtig, dass so auch Kontakte zwischen den Eltern geknüpft werden, denn beherrschen auch die Eltern keine Landessprache, ist man auf Hilfe angewiesen. In Bezug auf die Integration und auf die schulische Leistung wäre es sehr hilfreich, wenn auch die Stimmung in der Klasse, sowie bei den Eltern harmonisch ist - wenn die Kinder auch ausserhalb der Schule zusammen etwas unternehmen und wenn auch Eltern untereinander Kontakte knüpfen.

Solche eigentlich banale Massnahmen können durch weitere einfache Zusatzoptionen ergänzt werden: Zum Beispiel indem man Bücher liest, Fernsehen schaut oder viel schreibt - natürlich in der Landessprache. Ganz nach dem Motto: "Es ginge auch einfacher."

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