Und schon wieder eine FB Entgleisung der grössten Schweizer Partei

Nach dem Polizeieinsatz in der Ibergereggstrasse im Kanton Schwyz, bei dem ein 24-jähriger Moldawier, welcher in einem gestohlenen Auto unterwegs war, durch Schüsse der Polizei zu Tode gebracht wurde, kam es auf den Kommentarseiten der Online-Portale mancher grosser Schweizer Tageszeitung zu massivsten verbalen Entgleisungen.

Kommentare wie: "Super ein Gauner weniger." oder "Wir müssen anfangen unsere Waffen zu laden." Jagen einem kalte Schauer über den Rücken und wecken den Eindruck, dass sich so mancheR in unserem Land wieder die Zeiten des Faustrechts und der Todesstrafe zurückwünschen würde. Dass es immer wieder in den Online-Medien zu solchen Kommentaren kommt, wird den meisten Politnetz-Usern bekannt sein, dass in letzter Zeit jedoch immer häufiger auch Mitglieder der SVP den einen oder anderen nicht wirklich koscheren Kommentar auf Plattformen der social media veröffentlicht ist hingegen ein eher neues Phänomen.

So äusserte sich gemäss der Juso Schwyz (http://juso-schwyz.ch/de/node/3996) nach dem Vorfall zwei SVP-Exponenten auf Facebook zu den Vorfällen, von denen einer - ehemaliger SVP-Gemeinderat der Gemeinde Schwyz - insofern, als das es ihn gefreut hätte von dem Tod des Moldawiers zu erfahren, so würde die "Sauware" nichts mehr kosten (http://juso-schwyz.ch/files/Medienmitteilung_17_09_2012.png).

Das es jetzt nach den Fällen Müller und Mosimann erneut zu verbalen Entgleisungen seitens SVP-Exponenten kommt, erstaunt mich nicht im geringsten. Bereits einmal äusserte sich SVP-Grösse Oskar Freysinger zum Thema Rechtsextremismus und SVP und merkte dort an, dass die SVP sehr wohl Platz für Rechtsextreme biete (http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/1782/). Zwar merkt NR Freysinger, dass die SVP, diese Extremisten "sozialisieren" würde, nur muss ich mich fragen, ob man ihm dies nach den Fällen der letzten Monate, wirklich glauben kann.

Das in der Schweizerischen Volkspartei durchaus auch Menschen zu finden sind, mit denen man bei einem oder zwei Bieren diskutieren kann und dass auch so mancher Junge Mensch in dieser Partei sich einen Wechsel wünscht (zb Herr Nadig - http://www.politnetz.ch/beitrag/15683) ist klar, doch ist es für mich als Jungsozialist klar, dass sich die SVP von ihrem rassistischen und fremdenfeindlichen Image nur befreien kann, wenn sie aufhört, dass was an ihrem rechten Rand geschieht derart konsequent zu ignorieren.

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