Zyankali oder Nikotin, was darf's denn sein? Kein Musikgehör für sicheres Wohnen im Alter, dafür aber für die Jugendmusikförderung!

Liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger

Wir Menschen sind für die Forschung ein spannendes Objekt. Einerseits deshalb, weil jede und jeder einzelne von uns sich alleine zwar sehr intelligent verhalten kann, in der Masse aber geht diese Intelligenz oft verloren. Andererseits ist es spannend zu beobachten, dass wir alltägliche Gefährdungen oder eindeutige Angriffe auf unsere Gesundheit, die Lebensqualität und sogar auf unser Leben akzeptieren, wenn wir das Gefühl haben, diese kontrollieren oder portionieren zu können. Hingegen schützen wir uns vor vermeintlichen Risiken des uns Unbekannten, die weit weniger gefährlich oder viel unwahrscheinlicher sind. Ein Beispiel: 60 Milligramm Nikotin auf einmal eingenommen, wäre eine tödliche Dosis. Es braucht etwas mehr als die doppelte Menge Zyankali, ca. 140 Milligramm, um einen Menschen zu töten. Je niedriger das Körpergewicht, desto niedriger sind auch die tödlichen Dosierungen. Eine Zigarette enthält durchschnittlich etwa ein Milligramm Nikotin. Niemandem käme es in den Sinn 60 Zigaretten auf einmal zu inhalieren. Weiter käme es niemandem in den Sinn, zu seinem Bier an der Bar drei vier Portionen à ein Milligramm des halb so giftigen Zyankali zu konsumieren. Dass eine Serviceangestellte je nach Fumoir pro Arbeitstag die Menge von 15-38 doppelt so giftiger Zigaretten passiv und vor allem den viel giftigeren Nebenstromrauch konsumiert, das gilt offenbar als akzeptabel. Was die Kinder rauchender Eltern so alles aushalten müssen …. Übrigens: viele Schnäpse, die aus Steinobst hergestellt werden (z.B. Kirsch, Pfirsichlikör usw.) oder Mandeln und Früchte wie Nektarinen und Zwetschgen enthalten Zyankali.
In Kürze stimmen wir wieder ab. Wir alle sollten den Nikotin- und Zyankali-Gehalt der Vorlagen genauer anschauen. Aufgrund der oben bereits dargelegten Argumente ist klar, dass ich Ihnen empfehle, die "Initiative zum Schutz vor Passivrauchern" anzunehmen. Rauchen ist ungesund - passivrauchen ebenfalls!
Viel Zyankali steckt in der Initiative "Sicheres Wohnen im Alter!" Von einer Annahme der Initiative profitieren wenige Privilegierte und auch bei weitem nicht jede und jeder, welche/welcher Wohneigentum besitzt: Den Kantonen gingen bei Annahme der Initiative Einnahmen verloren, die sie auf andere Weise wieder eintreiben müssen - Mieterinnen und Mieter helfen bei der Kompensation der Ausfälle!
Da lobe ich mir den zwar von der FdP bekämpften Bundesbeschluss über die Jugendmusikförderung. Dieser kostet vergleichsweise wenig; nicht einmal so viel wie ein Kampfjet. Aber das Ganze hat den Vorteil, dass es erheblich schöner in den Ohren klingt als ein Flugzeugtriebwerk. Wenn wir unsere Jugend vor schlechten Einflüssen schützen wollen, dann sollten wir endlich einmal in einem zu lange vernachlässigten Fähigkeitsbereich Förderung treiben. Musik fördert neben allen musischen Aspekten Teamgeist, Konzentration und Selbstdisziplin. Das sind alles Fähigkeiten, die man in der Wirtschaft besonders schätzt - eigentlich sollte das ja gerade die FdP wissen ....

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