JA zur Initiative „Schutz vor Passivrauchen“ - Gesundheitsschutz und Kostensenkung im Gesundheitsbereich

Die Initiative will das bisherige Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen (seit 1. Mai 2010 in Kraft) in Restaurants, Bars, Schulen und Kinos vereinheitlichen und die Massnahmen zum Schutz der Angestellten stärken. Diese inhalieren täglich passiv zwischen 15 und 35 Zigaretten.

Wirksamer und umfassender Gesundheitsschutz

Mehr als 60% der Bevölkerung sind immer noch ungenügend vor dem Passivrauchen geschützt. Zahlreiche Angestellte im Gastgewerbe sind dem Tabakrauch täglich bis zu acht Stunden ausgesetzt. Das Personal muss sich zwar schriftlich einverstanden erklären, bevor es in einem Fumoir arbeiten darf. Aber: keine Serviceangestellten, die dringend eine Arbeit suchen, werden die Arbeit in einem Fumoir verweigern.

Einheitliche Regelung in der ganzen Schweiz

Das heutige Gesetz erlaubt den Kantonen unterschiedliche Regelungen zum Passivrauchen. Ein solcher Föderalismus führt zur absurden Situationen, dass man innerhalb weniger Kilometer mit unterschiedlichen Regeln konfrontiert ist. Das gilt es zu korrigieren, eine einheitliche Regelung für alle Cafés, Restaurants und Hotels muss getroffen werden.

Senkung der Gesundheitskosten

Die Kosten des Passivrauchens in der Schweiz werden auf rund 500 Millionen Franken geschätzt! Nach dem Wechsel zu rauchfreien Arbeitsräumen wird sich die Gesundheit des Personals innert kürzester Zeit verbessern. In Vorläuferkantonen (GR oder TI) mit strengen Regelungen sank die Zahl der Herz- und Gefässerkrankungen um bis zu 20%. Die Initiative wird die Gesundheitskosten senken und zu einem wirksamen Jugendschutz beitragen.

Die Freiheit zu rauchen hört dort auf, wo die Freiheit jener beginnt, die nicht passiv mitrauchen wollen.

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