Am 23. September Ja zur Initiative „Sicheres Wohnen im Alter“

Aus den Fehlern von Europa lernen

Fast überall in Europa kämpfen sie momentan an gegen zu hohe Schuldenberge. Vielfach beginnt es mit privater Verschuldung. Man nimmt einen Kredit bei der Bank auf und möchte sich ein Haus finanzieren. Steigen nun unverhofft die Zinsen oder bricht das Einkommen wegen einer Krise weg, so können die Kredite nicht mehr beglichen werden. Die Steuerzahler müssen dann die Banken retten, die wegen den Kreditausfällen am Abgrund stehen. Riesige Wohlstandsverluste und eine zerstörte Altersvorsorge sind die Folgen.

Wir in der Schweiz fühlen uns relativ sicher – zu Unrecht wie ich meine. Mit 650 Milliarden Franken Hypothekarverschuldung haben wir Schweizer weltweit fast die höchste Pro-Kopf-Verschuldung weltweit. Zum Vergleich: Die Staatsschulden Griechenlands beliefen sich 2011 nur etwa auf 400 Mrd. Franken. Sollte irgendein unerwünschtes Ereignis eintreten, hätten wir auch in der Schweiz eine massive Immobilienkrise mit drastischen Folgen. Es gilt, jetzt zu intervenieren: Mit sinnvollen Anreizen. Heute sorgt das Eigenmietwerts-Steuersystem mit Schuldzinsabzug für Verschuldungsanreize schlechthin. Dieses Steuersystem bedroht die volkswirtschaftliche Stabilität und füllt einzig und allein die Portmonnaie der Banker. Spätestens im Alter gehört dieser alte Zopf abgeschnitten, da die gutschweizerische Tugend, seine Schulden zurückzuzahlen, nicht torpediert werden soll. Deshalb stimme ich der Initiative „Sicheres Wohnen im Alter“ vom 23. September mit vollster Überzeugung zu.

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