Ist die ALV (Arbeitslosenversicherung) keine Sozialversicherung?

Jeder kennt sie in der Schweiz, die Sozialversicherungen. Schon in der Versicherungslehre lernte ich, dass in den Sozialversicherungen ganz andere Regeln gelten. Zum Beispiel zahlen die einen Mehrprämien als die anderen und bekommen dafür aber gleich viel, wie die, die weniger zahlen.

In AHV/IV/EO gelten diese Regeln, alle zahlen egal, wie viel Sie verdienen 42 Millionen im Jahr oder nur 2301.--. Versichert ist aber nur ein Höchstbetrag dann ist Schluss. So zahlen die die mehr verdienen und die Pensionierten, die die Freigrenze überschritten haben, eine Art Sozialsteuer.

Ausnahmen bildet hier die ALV (Arbeitslosenversicherung). Aber hier gelten die Regeln der Privatversicherung, man muss nur zahlen was man versichert hat. *

So wurden in den letzten Jahren, die Versicherungsleistungen in der ALV meistens schlechter, statt besser. Immerhin wurde bei der letzten Revision das Solidarität‘s % eingeführt (126‘001-315‘000.--). Aber warum wurde das % nicht auf Unbegrenzt angehoben, wie bei der AHV/IV/EO? Warum nicht auf 2% festgesetzt?

Die meisten Arbeitnehmer in der Schweiz werden wohl bis 126‘000.— verdienen und mit dem Solidarität‘s % wird wohl die obere Mittelschicht belastet. Aber was ist denn mit den Einkünften die in den letzten Jahren für Schlagzeilen gesorgt haben?

Ich bezeichne mich als Bürgerlich, aber ich finde es ungerecht, dass immer auf Lasten des normalen Arbeitnehmers gespart wird. Gerade die Einkommen die 500‘000 und mehr verdienen, können mit helfen, dass die ALV in der nächsten Krise, nicht schon wieder zu Lasten der meisten Arbeiter saniert wird.

Es ist gerade die Stärke unserer AHV, dass alle mitzahlen nicht, wie in anderen Ländern der EU wo Politiker nichts zahlen und am meisten bekommen, Selbständige und Höchstverdiener sich freiwillig versichern können und Beamte auch einen Sonderstatus haben.

Wenn man Millionen Löhne zahlen kann, dann kann die Wirtschaft auch 2% mehr an die ALV bezahlen.

*Anmerkung: UVG (Unfallversicherung) und Krankenkassen sind Sonderfälle.

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