Hass auf Fremde, eine Krankheit die in der Schweiz festverwurzelt ist!

In den 70er-Jahren war das Hassbild der Rechtsradikalen die italienischen Gastarbeiter, die Nationale Aktion hat mit ihren zwei ausländerfeindlichen, menschenunwürdigen Überfremdungsinitiativen versucht die Bevölkerung gegen Ausländer und Fremde aufzuhetzen.

Heute hat sich dieses Bild geändert, nicht mehr Gastarbeiter sondern ausnahmslos alle, ausgenommen die Reichen und Steuerverbrecher , sind das Feindbild der Ausländerfeinde. Und es ist nicht einmal mehr wichtig ob man Ausländer ist oder nicht, die Gesamtheit des Islams wird verteufelt, es wurde auf kantonaler Ebene versucht Schweizer 2. Klasse zu machen. Nun Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit sind wir uns bereits gewohnt, es ist nichts neues. Das neue ist, dass sich nicht mehr nur die offensichtlich fremdenfeindliche Parteien wie SVP, EDU und SD, dahinter stellen auch vermehrt andere Parteien wie FDP und glp. Natürlich was hier nun übertrieben von ausländerfeindlichen Parteien zu reden, doch dank ihrem neuen Präsident hat die FDP einen starken Rechtsdrang in Ausländerfragen.

Aber, dass erschreckende ist das zumindest die SVP immer mehr den Kontakt mit Rechtsextremen sucht, natürlich nicht in der Schweiz sondern in den europäischen Nachbarräumen, dabei hat sich vor allem Oskar Freysinger als Kontaktmann zum europäischen Rechtsextremismus herausgestellt, er geht gerne zu Pro-NRW Veranstaltungen und trifft sich mit Wilders. Der niederländische Politiker der den Koran mit Hitlers "Mein Kampf" gleichsetzt.

Zusammen wollen sie sich zusammen für eine Erhaltung der abendländischen Kultur einsetzen. Doch was sie dabei vergessen ist etwas, was offensichtlich an der Kultur ist, sie ist unbeständig. Kultur ist noch nie gleichgeblieben, würde sich die Kultur in 100 Jahren nicht verändern, hätten wir noch Hexenverbrennungen, kein Frauenstimmrecht und die Kinder würden in der Schule noch geschlagen werden. Mit dem Leitpfad, sie beschützten die abendländische Kultur, welchen sie wie ein heiliges Kreuz durch die Strassen ziehen, machen sie sich komplett lächerlich. Denn die Kultur wird von denen bestummen die hier Leben, nicht von der Vergangenheit, neue Einflüsse in unserer Kultur müssen nicht schlecht sein, im Gegenteil sie können unseren Horizont erweitern.

Doch wer glaubt es geht den Rechten um die "Erhaltung" der Kultur, der versteht nicht viel, es geht viel mehr um Angst. Und zwar nicht so dass dort jemand Angst vor dem Islam oder Ausländern hat, sondern sie wollen Angst schüren. Und da kommen zwei Begriffe immer wieder gerne bei der SVP zum Einsatz und zwar Überfremdung und Islamisierung. Beides sind Begriffe um ihr Ausländerfeindliches Gedankengut zu verbreiten in dem sie Angst schüren.

Rechts wirft Muslimen, Asylsuchenden, Ausländern und Secondos vor sich nicht genug zu integrieren. Doch wer möchte sich in ein Land integrieren, in dem einem eiskalt der Hass entgegenkommt. Integration ist eine Sache beider Seiten der zu Integrierenden und der Masse in der sie integriert werden soll. Zwar fordert die SVP die Integration, unternimmt aber im Hintergrund alle Schritte dagegen.

  1. Die Lebenssituation von Ausländern und Asylsuchenden wird künstlich verschlechtert, damit sie hier erst gar nicht Fuss fassen wollen und wenn dann sollen wieder rausgemobbt werden.
  2. Die SVP möchte weniger Einbürgerungen, die Schweiz hat schon einer der tiefsten Quoten in der Schweiz. Doch die Geschichte hat bewiesen das wer als ein Teil der Masse angesehen wird, sich auch leichter integrieren lässt. Ausserdem ist es der einzig sinnvolle Weg den Ausländeranteil zu verringern. Das Bürgerrecht sollte den Leuten verteilt werden die in diesem Land Bürger sind und nicht nur denjenigen mit dem roten Pass.
  3. Durch die vehemente Verhinderung des Ausländerstimm- und Wahlrechts wollen sie jegliche politische Machtchancen und Einflussnahme verhindern, auch das könnte zu einer besseren Integration führen.

Ich denke es ist deutlich, die Rechten fordern Integration und verhindern sie gleichzeitig, das geht soweit ins Absurde, dass man bei der Volksabstimmung selbst verhindern konnte, dass 3. Generationsausländer automatisch eingebürgert werden, nur in dem man Angst und Hass geschürt hat.

Diese ganze Sache muss und wird eine Ende haben, noch keine Extreme Bewegung hielt allzu lange durch und ich kann für die Schweiz nur hoffen. Ich will in einem Land leben wo es nicht drauf ankommt welche Hautfarbe du hast und welchen Gott du anbetest, wo jeder vor dem Gesetz gleich bewertet wird, ich möchte nicht in einer Schweiz leben in der Hass und geschürte Angst den Alltag bestimmen. Ich möchte ein Land leben in dem man nach seinen Taten bewertet wird und nicht nach seiner Herkunft.

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