Die Sprache der POLITIK!

Viele Po­li­ti­ker in un­se­rem Lande mer­ken, dass es um unser Land nicht mehr so gut be­stellt ist und nun bäumen sie sich noch­mal auf. Im wahrs­ten Sinne des Wor­tes aufbäumen.

Sie bedienen sich mit der Kraft der Sprache. Die Kraft der Sprache erlebt man im Alter kaum noch. Nein! Schauen Sie sich doch mal die heutige Politikergeneration an? Es ist nur noch sinnloses Geplapper - keine Sprachkraft mehr - nur noch Geplapper, inhaltsschwere Polemik. Eine kürzlich veröffentlichte Studie von Shell ergab: 75 % aller Jugendlichen hören den Politikern nicht mehr zu mit der Begründung, die sagen ja doch nichts! Die Jugend ist ja noch schlauer als wir. Wir Alte sind doof. Wir schauen eine politische Talkshow nach der anderen weil wir glauben, irgendein Politiker sagt mal wirklich was wofür es sich lohnt zuzuhören.

Ich frage mich manchmal, haben die Politiker als Kind nicht normal geredet? Also nun ja vielleicht, aber irgendwann haben die aufgehört zu reden. Als sie ein Jura-Studium begonnen haben? Hat es ihnen jemand verboten? Keine Ahnung! Ja, die Politiker machen doch aus der Sprache das Gegenteil wozu sie da ist!
In der Evolution haben wir uns an die Spitze gesetzt. - Nun man kann es manchmal bedauern. Aber durch die Sprache, durch diese ungeheure Fähigkeit der präzisen Kommunikation und differenzierte Mitteilung machen die Politiker das Gegenteil daraus. Sie sprechen ohne etwas sagen zu wollen. Mit Herrschaftssprache, mit Worthülsen: Grippen, Finanzblase, Volkswirtschaft, Transaktionssteuer. Die Zuhörer würden sagen: Was Transaktionssteuer? Warum keine Transaktionssteuer? Wir bezahlen doch heute für jeden Dreck Steuern? Die Politiker sagen lieber Transaktionssteuer, dann merkt es niemand. So ist es doch! So ist es mit allem! Systematisch werden uns die Kenntnisse entzogen. Das Gegenteil von dem wofür die Sprache da ist.

Ich warte nur darauf, bis endlich in einer Arena, Tagesschau ein Moderator den Mumm hat einem Politiker zu sagen: „Wenn sie meine Fragen nicht beantworten, stelle ich Ihnen auch keine mehr.“ Das wäre mal eine Sendung! Nein ich bin nicht naiv, ich weiss warum die Moderatoren das nicht machen. - Sonst fliegen sie raus. Dürfen nie mehr eine Sendung moderieren oder eine politische Talkshow leiten. Aber dafür gingen sie in die Geschichte ein, erscheinen mit Namen in der Fachjournalistik. Irgendwann sagte er dem Politiker: „Ich habe ihnen drei Fragen gestellt, sie haben mir dreimal nicht geantwortet, ich mache ihnen das Mikrofon schon mal aus.“ Das wäre ein schöner Augenblick!
Die Moderatoren hätten eigentlich den Auftrag das zu tun. Dafür werden sie bezahlt! Dafür hat das Schweizer Fernsehen so viel Geld. Es ist einer der reichsten gebührenfinanzierten Sender der Erde und kriegt das Geld für den Verfassungsauftrag der ihnen sagt, dass Aufklärung und politische Bildung damit betrieben werden muss. Die hätten die Pflicht, die Politiker in den Senkel zu stellen. - Machen sie aber nicht! Deshalb gehen die Politiker auch so gerne in die Arena oder in die Rundschau. - Weil es passiert nichts! Dann gehen sie praktisch täglich in die öffentlich-rechtliche​n Bedürfnisanstalten (Radio und Fernsehen DRS) und können ihre undichten Sprechblasen entleeren und wenn es nach dem Verrichten in ihrer intellektuellen Notdurft noch etwas rauströpfelt, können sie in der Woche drauf noch bei Schawinski, Lokalsendern oder in den Mainstreamblättern plappern.
Ich sage das schon seit Jahren und das nicht immer wieder, weil ich Alzheimer habe, sondern weil es so ist. Es wiederholt sich jedes Jahr, nur die Moderatoren und Journalisten werden ausgewechselt.

Der Ursprung meiner Kritik ist Mittel zum Zweck. Alles ist hier Mittel zum Zweck und nur weil ich eigentlich denke: Endlich kapieren es alle und die Menschen gehen auf die Strasse und sagen: „Mit uns nicht mehr!“ Vielleicht sind all die Einträge hier die letzten Kritiken in dieser intellektuellen Wüste. Einmal werden die Kritiken, die Ängste, die Unbequemen alle untergehen im Geplapper, in den Lügen der Herrschenden. Untergehen wie Leerworthülsen im Wrackwasser der Beliebigkeit.

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