Raumplanung: „Es hat noch Platz für zusätzliche 2,1 Mio EinwohnerInnen“ (Maria Lezzi, ARE)

Selbstverständlich können wir in der Schweiz bei verdichteter Bauweise noch viele EinwohnerInnen ansiedeln ohne die Bauzonen zu erweitern. Beispiele im In- und Ausland zeigen wie das geht. Die (Bau-) Wirtschaft hätte sicher Freude. Ob die Menschen in der Schweiz daran Freude hätten, steht auf einem andern Blatt. Es stellen sich folgende Fragen: 1. Wollen und können wir übermässig grosse Bauzonen im ländlichen Raum auszonen und dafür neue Bauzonen in den nachfragestarken Agglomerationen einzonen? Was geschähe dann mit dem knappen Grünraum in den Agglomerationen? 2. Nicht alle Leute in verdichteten Wohnformen wohnen glücklich. Müssen sie ihren Traum vom freistehenden Eigenheim begraben? 3. Nicht alle Leute wohnen gerne in Gemeinden mit dichten Wohnformen und übermässigem Verkehrsaufkommen. Wie kann vermieden werden, dass die Gemeinden von den Kantonen und dem Bund zu dichteren Überbauungen verpflichtet werden? Sollten wir in der Schweiz nicht lieber eine Verknappung der Überbauungsmöglichkeiten in den Agglomerationen und damit auch eine Baulandpreissteigerung in Kauf nehmen als uns zwangsweise verstädtern zu lassen?

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