Ständerat stützt jugenddiskriminierende Beschlüsse des Nationalrates: Die Arbeitslosenversicherung soll auf dem Buckel der jungen Erwerbslosen saniert werden.

Der Ständerat hat heute die wesentlichen, jugendfeindlichen Verschärfungen der Arbeitslosenversicherung bestätigt. So sollen Erwerbslose unter 25 Jahren künftig nur noch maximal 200 Taggelder bekommen - einzig und allein aufgrund ihres Alters. Dies ist pure Willkür.

Der Nationalrat wollte sogar noch weiter gehen und die Taggelder für Personen unter 25 Jahren auf 130 und diejenigen für Personen unter 30 Jahren auf 260 beschränken. Letztere Regelung lehnt Alex Kuprecht (SVP, SZ), der Sprecher der zuständigen SR-Kommission, mit folgender Begründung ab: "Im Grundsatz geht es [...] darum, den Anspruch für diejenigen einzuschränken, die noch nicht 30 Jahre alt sind oder keine Unterstützungspflicht gegenüber Kindern haben. Sie erhalten dann gemäss nationalrätlichem Vorschlag einen Anspruch auf 260 Taggelder. Eine 29-jährige Person ohne Unterstützungspflicht beispielsweise, die ihren Job verliert, erhält somit weniger als eine Person, die zufälligerweise ein Jahr älter ist. Die Kommission erachtet diese Altersgrenze eher als etwas ungerecht und auch etwas willkürlich."

Die Altersgrenze von 25 Jahren hingegen scheinen Herr Kuprecht und der Ständerat nicht für ungerecht und willkürlich zu halten... das scheint mir reichlich absurd! Zwar erhöht der SR den maximalen Anspruch gegenüber dem NR auf 200 Taggelder, die Diskriminierung bleibt aber dennoch bestehen!

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