Der Bau der zweiten Röhre ist ein Schildbürgerstreich des Bundesrates.

Für mich ist der Bau einer zweiten Röhre ein Schildbürgerstreich des Bundesrates. Nach der Sanierung soll eine Spur gesperrt werden. Damit will man den Alpenschutzartikel einhalten. Der Bau dieser zweiten Röhre ist ohne Kapazitätserhöhung finanzpolitisch nicht nachhaltig. Der Bund hat immer noch einen Spardruck und sollte das Steuergeld dort einsetzen, wo die grössten Engpässe sind. Zudem gilt es, den öffentlichen Verkehr in den Agglomerationen weiter auszubauen.

Durch den Bau der zweiten Röhren erhöhen sich die Unterhaltskosten um mindestens 190 Millionen CHF. Dabei sind die externen Kosten für die Umwelt- und Lärmbelastung nicht eingerechnet. Dass die vier Spuren unter diesen Aspekten später genutzt werden, ist so klar wie das Amen in der Kirche. Hier sollten uns die Befürworter klaren Wein einschenken.

Der Bundesrat sollte sich aus meiner Sicht primär dafür einsetzen, dass die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs mit höchster Priorität angegangen wird. Dazu gehören auch der Ausbau der Gotthardachse zu einem Vier-Meter-Korridor und eine Alpentransitbörse. Dies ist eine nachhaltige Investition in eine lebenswerte Schweiz und erhöht nachhaltig die Verkehrssicherheit.

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