Das Rauchverbot wird kommen - ein Blick in die Zukunft. Wie das berüchtigte Amen in der Kirche wird auch das neue Nichtraucherschutz-Gesetz Tatsache

Simple zwei Gründe sind dafür verantwortlich:

  • Die Nichtraucher sind in der Mehrheit, Schätzungen zufolge 2/3 zu 1/3, eine Milchmädchenrechnung, wer die Nase vorn haben wird
  • Wir sind ein Volk von Neidern, und wenn es auch nur des Nachbars grösserer Rasenmäher ist. Deshalb wird in den Kantonen, die bereits eine harte Umsetzung praktizieren, für das Gesetz gestimmt, auch von den Wirten ‒ wieso sollen es «die andern» auch besser haben?!...

Einige Raucher befürworten das Gesetz, weil sie selbst mit dem Rauchen aufhören wollen. Wahrscheinlich hebt sich diese Anzahl mit denjenigen Nichtrauchern auf, die nicht militant sind, weshalb diese beiden Grössen im Hinblick auf die Abstimmung nicht relevant sind.

Wie geht's danach weiter?

Wenn diese Abstimmung der Initianten gewonnen ist, geht's folgendermassen weiter: Rauchen in den eigenen vier Wänden wird verboten werden, weil der Rauch in die Wände dringt und selbst beim Übermalen noch Rückstände bleiben werden, die dem Leben des nichtrauchenden Nachmieters Schaden zufügen können. Das Rauchen auf Balkonen wird verboten, weil der Rauch bekanntlich steigt oder zum Nachbarn auf demselben Stockwerk rüberzieht. Das Rauchen im Auto ebenso: Hier wird die Verkehrssicherheit als Hauptargument herbeigezogen. Weil es nun fast überall verboten ist, nimmt man die letzte Hürde und verbietet es generell überall. Die Entsorgung der Kippen wird hier angeführt. Nichtentsorgen birgt ein grosses Umweltverschmutzungspotenzial, eine Entsorgung möchten die Nichtraucher hingegen nicht mit «ihren» Steuergeldern berappt sehen.

Der Tabakverkauf bleibt eine Einnahmequelle

Der Verkauf von Zigaretten aber wird nicht verboten werden, denn der Bund möchte sich das «Taschengeld» aus der Tabaksteuer nicht ganz entgehen lassen. Ausserdem bestehen internationale Verträge, die von einer Frau Amelie Wittwer Strumpf und Konsorten unterschrieben wurden und besagen, dass wir eine Abnahmepflicht von Tabak aus den produzierenden armen Ländern haben, um deren Wirtschaft zu stützen. Das werden auch die Grünen so sehen, denn wir müssen diesen Ländern helfen. De facto heisst das: Der Staat hofft, dass seine Bürger irgendwo im Versteckten weiterqualmen, ist also Beihelfer zur Illegalität.

Kriminelle Raucher - die Rapo muss her!

Das wird auch so sein. Es wird Bürger geben, die versteckte Aufrufe in Umlauf setzen und sich irgendwo in einem Wald zur Smoke-Party zusammenrotten, die unterirdisch in Metro-Schächten paffen und sich über die «guten alten Zeiten» unterhalten oder die sich in ihrer Sucht über das Verbot hinwegsetzen und öffentlich eine Zigarette anzünden.

Weil der Bund sowas nach aussen hin nicht tolerieren kann, wird eine Rapo (Rauchpolizei) ins Leben gerufen. Die grosse Mehrheit der nichtrauchenden Bevölkerung wird sich über die neuen Stellen freuen, und es können auch Leute eingesetzt werden, die zuvor wegen des Rauchverbots in einer tabakabhängigen Branche ihre Stellen verloren haben.

Die Luft wird nicht besser, aber wir haben viel zu lachen

Die Luft wird besser sein als je zuvor, nur der Mief der Bespitzelung und des Verrats wird über den Dächern der Schweiz hängen. Wollen wir das wirklich? Nein, tun wir doch denen den Gefallen nicht, und hören wir doch vorher alle auf zu rauchen. Das Geld, das wir vorher in teure Zigaretten angelegt haben, geht nun über ordentliche Steuererhöhungen drauf, beim Nichtraucher ist die Steuererhöhung real. Die Militanten der Nichtraucher haben nichts mehr zu gängeln und müssen sich ein anderes Feindbild suchen: Vielleicht die Dicken, Kranken oder Alten, die die Krankenkassenprämien ihrer Meinung nach in die Höhe treiben? Die langen Gesichter der Politiker möchte ich auch sehen, wenn Sie in der Arena rumducksen, warum die Steuern so drastisch rauf müssen.

Also, Freunde des rauchenden Kopfes: Legt am 23. September ein Ja in die Urne, und wir haben danach viel zu lachen, ohne Raucherhusten begleitet.

17 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Rauchen»

zurück zum Seitenanfang
  • Copyright © Politnetz AG 2009–2017
  • Impressum
Release: production