Wird als Nächstes Fast Food verboten?

Mit der Initiative „Schutz vor Passivrauchen“ wird ein radikales, flächendeckendes Rauchverbot angestrebt. Öffentlich zugängliche Räume und Arbeitsplätze sollen komplett rauchfrei werden. Rauchen gefährdet zweifellos die Gesundheit, dennoch lehne ich als überzeugter Nichtraucher diese Initiative aus zwei Gründen ab:

Die Initiative ist übertrieben, greift massiv in die persönliche Freiheit ein und führt zu einer weiteren Bevormundung durch den Staat. Wenn doch eine Person in einen Lastwagen mit rauchendem Chauffeur mitfährt, wird jeder Chauffeur das Rauchen unterlassen, wenn er darum gebeten wird. Hier braucht es kein Gesetz sondern Manieren und eine offene Kommunikation. Ebenso absurd scheint es, dass ein Freischaffender zu Hause in den eigenen vier Wänden nicht mehr rauchen dürfte. Ähnlich verhält es sich mit den Serviceangestellten in bedienten Fumoirs. Sie sollen selber entscheiden können, ob sie sich den Gefahren des Passivrauchens aussetzen. Der nächste Schritt wird wohl sein, dass wir vom Staat vor Fast Food geschützt werden.

Die Annahme der Initiative und das damit vebundene Verbot bedienter Fumoirs würde die Rechtssicherheit ankratzen. Im Kanton Aargau haben 319 Restaurants rund 16 Mio. Franken in Fumoirs investiert. Diese Investitionen würden durch das Verbot vernichtet. Wie soll ein Unternehmer künftig seine Investitionen planen, wenn er nicht weiss, ob diese auch in Zukunft Bestand haben?

Offenbar wird uns keine Eigenverantwortung mehr zugetraut, wir müssen unserer Freiheit jedoch Sorge tragen. Deshalb lehne ich diese Initiative entschieden ab.

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