Vignette mehr als verdoppeln: Nicht machbar!

Eine Gebühr für die Benutzung exklusiver Strassen für Autos ist grundsätzlich legitim. Doch ein Aufschlag von 250 Prozent ist zu radikal. Das dürfte politisch nur machbar sein mit eben so „radikalen“ Änderungen im Verkehrsrecht. Konkret wäre die längst überfällige Einführung dynamischer Tempolimits ein gangbarer Weg. Die Technik dafür wäre vorhanden und ist schon lange erschwinglich. So schlecht sind unsere Autobahnen schliesslich nicht. Bei guten Verhältnissen liegen 150 km/h durchaus drin. Dies entspräche auch dem technischen Stand der meisten Fahrzeuge.

Was die Finanzierungsfrage betrifft, so ist die Motorfahrzeugsteuer sehr viel heikler. Diese sollte zu Gunsten einer allgemeinen Verkehrssteuer nach „Vorbild“ Billag abgeschafft werden. Denn Strassen brauchen schliesslich alle. Auch ÖV-Benutzer, Velofahrer und Fussgänger. Es wird Zeit, dass die Linken nicht immer nur vom Verursacherprinzip sprechen, sondern sich endlich beteiligen. In anderen Ländern werden diese Kosten auch über die normalen Steuern gedeckt. Übrigens drücken sich auch sehr viele (deutsche) PFZ-Ausländer um diese Steuer: Sie behalten ihre ausländischen Schilder einfach. Für in der CH wohnhafte Personen illegal.

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