Ein globaler Markt gibt es nicht.

Es ist ein riesen Puzzle unterschiedlichster Märkte und Produktionen in unterschiedlichsten Gemeinschaften und politischen Systemen. Ein Puzzle mit vielen nicht passenden Verbindungen und doch unzertrennbar verbunden. Der dritte Weltkrieg auf Wirtschaftlicher ebene. Nach dem zweiten Weltkrieg war die einzige Strategie Aufbau und Wachstum; unter verschiedenster Ideologien. Heute kann kein Land, keine geopolitische Zone mehr alleine und unabhängig existieren. Die alte Wachstumsstrategie der wirtschaftlichen Boom-Jahrzehnte ist nur noch in den Entwicklungsländern nützlich.

In den etablierten Industrieländern braucht es nun ein Umdenken hin zu einer Kreislauf-Strategie in der Wirtschaft. Ein Wirtschaftskreislauf der alle Menschen der Gesellschaft einbezieht. Wirtschaftsreformen und Regierungsreformen sind nötig. Vor allem eine Reform im Denken. Ist-Zustände analysieren und zukunftsgerichtet Denken. Geschichte Geschichte sein lassen; höchstens nützliche Erkenntnisse beachten. Die alte mausarme geopolitische Region der Schweiz wurde nicht reich durch eigene Ressourcen, eigene Leistungen im Lande. Vieles wurde durch Raubzüge ergattert. Es gehört wohl noch zu unserem historischen Erbe, dass die Schweiz heute noch Raubgold und Schwarzgeld aus anderen Ländern verwaltet. Die geopolitische eingeschlossene Lage gepaart mit grossem Willen der "Unabhängigkeit" (Abhängigkeiten gab und gibt es immer) und geschickter Konsensfindungen begründete die Position der Schweiz heute.

Um diese Position im heutigen globalen Marktumfeld zu halten und verbessern braucht es vorab interne Reformen. Schweizer Bürger sind gut gebildet und überall auf der Welt anzutreffen. Die luxuriösen Doppelspurigkeiten und komplizierten Verwaltungsorganisationen unsers Staates wurden nur möglich Dank dem Überfluss der goldenen Jahre des starken Wirtschaftswachstums. In der Zwischenzeit produzieren immer mehr Maschinen und Produktionslinien unsere Produkte; nicht mehr Arbeiter. Besteuert für die Staatsaufgaben werden jedoch immer noch vorwiegend die Menschen und nicht die Maschinen.

Statistisch werden die Leistungen der Länder hauptsächlich nur nach dem BIP gewertet. Zum BIP gehört jedoch eindeutig der minimum Lebensstandard der schwächsten Menschen der betreffenden Gesellschaft und geopolitischen Region.

Die aufkommenden Diskussionen zum bedingungslosen Grundeinkommen der Bürger in den etablierten Industrieländern bilden die Grundlage hin zu einem gesunden, nachhaltigen Wirtschaftskreislauf. Um das zu ermöglichen braucht es ebenfalls Regierungsreformen da Wirtschafts- und Finanzeliten zu stark mit den Regierungseliten verstrickt sind.

Die neuen Medien erlauben den gebildeten Bürgern sich ungeachtet ihrer Herkunft für alle Themen zu engagieren. Dazu braucht es ebenfalls eine Reform der Medien. Ein demokratiegerechtes Mediensystem. Online und Print arbeiten ineinander. Professionelle Journalisten müssen unabhängig recherchieren und publizieren; - und davon gut Leben können. Das ist der Schlüssel zu einer echten direkten Demokratie. Bundesrat, Parlamentarier und Politiker haben die Pflicht ein demokratiegerechtes Mediensystem im Land zu garantieren.

Die weitreichendste Liberalisierung muss im persönlichen Denken beginnen. Mit Ehrlichkeit im Herzen und offenen Augen und Ohren. Sobald wir im eigenen Haus Ordnung haben, finden wir unsere sichere Position in der globalisierten Welt.

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