Aufwachen

Ich. Schreiend.
Wenn es sein muss.
Mich selber sein?

Ich. Ausdruck. Abdruck. Nachdruck. Druck.
Es drückt. Irgendwie und irgendwas. Des Öfteren. Irgendwo.
Aussen und Innen. Überall. Allerorten. Innen und Aussen.
Ohne Vorwarnung. Vehement. Erinnert an Tiefdruck.
An Tiefdruck über dem Atlantik und Hochdruck im Blut.
An Reifen. An reife Reifen, die zerplatzen. Zer-plat-zen!
Zerplatzen wie Seifenblasen - bei zu hohem Druck.

Das Wetter wird eisig! - Und?

Wir schmeissen uns in Schale. In Hüllen.
Wir umhüllen was ist. Wir verhüllen das Leben.
Wir machen uns Sorgen. Vergeben, verzeihen?
Wir prophezeien stattdessen Prognosen für morgen!
Das Wetter bleibt eisig, erstarrt, erfriert!

Es klirrt!

Das Eis zerbricht.
Zerbricht. Mit Nachdruck. Jetzt und hier.
Ohne Druck entsteht Ausdruck. Mein Sein.
Ich. Ich in mir.

Ich.

Ja, ich schreiend, wenn es denn sein muss.
Schreiend, wenn es denn sein muss, mich selber sein.
Denn auch für mich, war es zu viel.
Zu viel. Damals, als Japan schrie.
Die Schreie lachend zwischen Falten,
zwischen lächelnd zarten Lippen,
in den Raum des Todes schrie’n.

Es war zu viel, zu viel, zu viel.
Verstummt sind sie.
Ich schreie.

Sind sie verstummt?
Wer schreit?

2011/eschu

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