Werden Reiche wirklich immer reicher?

Dieser Tage ist die Unterschriftensammlung für die Initiative „Für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ gestartet. Wie grundsätzlich beim Sozialismus, wurde auch hier wieder ein ganz wichtiger Faktor vergessen: der Faktor Mensch. Die Initianten gehen davon aus, dass der Mensch gerne und freiwillig arbeitet. Der Mensch arbeitet nämlich nicht nur, weil er es gerne macht, sondern teilweise auch, weil er aus finanziellen Gründen muss. Warum soll ich arbeiten gehen, wenn ich keine Lust habe? Könnte ich meine Stelle verlieren, wenn ich nicht zur Arbeit erscheine? Das ist doch egal, ich habe ja mein Grundeinkommen. Für Arbeitgeber ist ein bedingungsloses Grundeinkommen fatal. Sie könnten nicht mehr damit rechnen, dass ihre Mitarbeiter jeden Morgen zur Arbeit kommen. Der Unternehmer hat keine Sicherheit, kann nicht planen und auch nicht verkaufen. Der Grund für diese Initiative ist wahrscheinlich, dass die Initianten denken, die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Doch ist dem wirklich so? Mitnichten. Wenn man die Einkommensentwicklung anschaut, erkennt man, dass die tiefsten Einkommen in den letzten Jahren die höchsten Lohnzuwachse hatten. Gemäss Bundesamt für Statistik gibt es immer weniger Personen, die armutsgefährdet sind. Dies trotz Finanzkrise und obwohl es im Ausland anders aussieht. Schuld daran, dass das verfügbare Einkommen bei allen abgenommen hat, sind die höheren Sozialversicherungsbeiträge und die steigenden Krankenkassenprämien. Weil wir dort keine Reformen angehen, steigen diese Abgaben immer weiter. Steigende Einkommensunterschiede sind auch nicht auf ungerechte Lohnsysteme zurückzuführen, sondern gemäss OECD auf die Bildungsunterschiede in den einzelnen Ländern. Es ist daher sehr wichtig, dass die Schweiz weiterhin in ihr gutes Bildungssystem investiert. Insbesondere in die duale Berufsbildung, unsere Spitzenuniversitäten und die laufende Weiterbildung. Damit die Einkommensunterschiede nicht steigen.

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