Wenn Sportverbände sich hinter ihren Idealen verstecken

Sie umrahmen die grossen Wettkämpfe jeweils mit markigen Worten wie Völkerverbindung, Sport als Erziehung und friedenstiftend. Die gleichen Sportverbände und Ihre Protagonisten verstecken sich aber in politisch brenzligen Situationen jeweils gerne hinter ihren Idealen. Die UEFA in der Ukraine und nun das IOC, welches den Opfern des Terrors von 1972 in München, eine offizielle Schweigeminute verweigert. Sport habe nichts mit Politik zu tun, so die lapidare Antwort. Dieselben Sportverbände, welche sich jeweils gerne mit der Politik abgeben, wenn es um ihre Interessen geht. Diese Haltung ist feige und opportunistisch, aber gut passend zum florierenden Geschäftsmodell. UEFA, FIFA und IOC alles gemeinnützige Vereine, welche als nicht gewinnorientierte Organisationen Millionen verdienen, aber in der Schweiz beinahe keine Steuern zahlen. Wirklich traurig wie sich Menschen, die diese Vereine präsidieren, hinter ihren Idealen verstecken, um danach wieder von der grossartigen Ausstrahlung des Sports auf die Gesellschaft zu predigen. Es ist an der Zeit, dass wir hierzulande ein politisches Zeichen setzen und diese Sportverbände endlich so behandeln, wie sie in Wahrheit sind, vorwiegend gewinnorientierte Unternehmungen.

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