Euro-Anbindung: Wenn die Nationalbank so weiterfährt, betragen die Devisenreserven ein ganzes Bruttoinlandprodukt. Das ist ein enormes Risiko.

Keine Zentralbank der Welt steigert die Geldmenge so wie die Nationalbank. Im Juni hat sie die Devisenreserven schon wieder um 59 Mrd. Franken erhöht (Vormonat 68 Mrd.), grösstenteils in Euro.
Die Nationalbank schafft die Schweizer Franken, mit denen sie die Euros bezahlt zwar aus Luft. Aber in den Händen der neuen Besitzer sind sie reale Kaufkraft, mit denen sie sich in der Schweizer Wirtschaft bedienen können. Dafür müssen wir hart arbeiten, kriegen aber nichts dafür. Den einzigen «Vorteil» den wir haben, ist ein nicht so teurer Franken, der unsere Exporte erleichtert, auf der anderen Seite aber auch die Importe verteuert.
Wenn der Euro zerfällt, und das wird immer wahrscheinlicher, sitzt die Nationalbank auf einem Berg von Non-Valeurs und wird nicht mehr in der Lage sein, die enormen Mengen an Schweizer Franken in aller Welt damit zurückzukaufen. Der Kurs bricht zusammen und die Schweiz ist bereit für den Schlussverkauf.
Erstaunlich, wie cool unsere Führungsriegen damit umgehen. Nur etwas kann an dieser Situation beruhigen: Sie werden nicht sagen können, sie hätten es nicht gewusst.
Mehr dazu: Nationalbank: Schon wieder das Volkseinkommen eines Monats verschenkt

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