Politnetz - eine Art Facebook der schweizerischen Politik

Nicht schlecht, Abstimmungsverhalten der Parlamentarier, rege Diskussionen und dahinter na ja! Eigentlich nichts.
Schöne Darstellungen, denen man eher nicht auf den Grund gehen sollte, weil sie fast alle im Niemandsland der Uninformiertheit enden.
All-in-one ist eigentlich eine gute Strategie: Parlamentarier, Parteizugehörigkeit, Interessenbindungen, Zulassungsberechtigungen zum Parlament, Wirkung von Lobbyorganisationen in einzelnen Parlamentskommissionen und vor allem: Bedeutung der Lobbyorganisationen im Parlament darzustellen: Bahnhof.
Die meisten reellen Datenbankabfragen auf Politnetz enden in der Datenbankleere.
Wir finden darauf beispielsweise nicht heraus, welche Lobbyorganisationen Christian Wasserfallen (FdP, BE,NR) wirklich vertritt.
Noch weniger erfahren wir, welches die Bedeutung dieser Organisationen in der zugehörigen Kommission, noch im Gesamtparlament sind.
Also erfahren wir eigentlich fast nichts.
Darum ist die Darstellung des Abstimmungsverhaltens von bsp Christian Wasserfallen in der Flüchtlingsfrage eine nette Übung in Sachen 'Pseudoinformation'.
Klar verweist uns Politnetz.ch auf den Parlamentsradar von Orell Füssli - einer ominösen Anwendung von Auswertungungen von Handelsregistereinträgen und einer noch ominöseren Darstellung von Beziehungen - die angeblich das Netzwerk von ParlamentarierInnen darstellen sollen und keinerlei Recherche über die Wirkung und Funktion von Lobbybeziehungen beinhalten - ausser deren Kapitalisierung.
Da kann man eigentlich nur sagen: Hallo Politnetz!
Beschränkt euch auf das, was ihr wiklich wisst, kennt, hinterfragt oder eben selbst erhoben habt.
Das ist ein guter Ratschlag. Gleich mehr dazu www.politnet.ch/lobbycontrol
Ein Gruss
Andreas Lutz

2 Kommentare


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