Obligatorische Neulenker–WK abschaffen

Die Zahlen der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) sprechen eine deutliche Sprache: 2010 haben rund 90‘000 Neulenker die Fahrprüfung bestanden. Diese Neulenker müssen nach der bestandenen Fahrprüfung zwei obligatorische Weiterbildungskurse à ca. 300 Franken besuchen. Die Kurskosten sind vor allem für Auszubildende oder Schüler eine enorme finanzielle Belastung. Dabei ist insbesondere der Mehrwert der Kurse äusserst fragwürdig. Die FDP.Die Liberalen fordert deshalb mit einer Motion die Abschaffung dieser unfairen und teuren Sippenhaftung für Neulenker:

Die meisten Neulenker wissen sich anständig zu verhalten und sind darum nicht gefährlich. Sie lernen in den teuren Kursen nichts Neues und sind von der Pflicht – wie vor einigen Jahren - zu befreien. Verhält sich ein Neulenker aber falsch, muss er den Weiterbildungskurs zwingend besuchen. Dann ist der Kurs eine Chance um Bildungslücken zu schliessen und das Fahrverhalten zu korrigieren. Das heisst: Die Wiederholungskurse soll nur noch besuchen müssen, wer ein Vergehen im Strassenverkehr beging. Im Normalfall erhält jeder Neulenker der die Probezeit ohne Verfehlung meistert den unbefristeten Führerausweis – die anderen absolvieren den Kurs.

Der Mehrwert der Kurse ist generell in Frage zu stellen. Eco-Drive sowie einfache Bremsmanöver sind beispielsweise auch in der praktischen Fahrausbildung problemlos erlernbar. Diesen Eindruck habe ich persönlich als Testfahrer eines solchen Kurses sammeln können. Der Führerausweis auf Probe bleibt ja bestehen und ist unbestritten. Verhält sich ein Neulenker jedoch falsch, muss er den Weiterbildungskurs besuchen, ist ja klar.

Zusammen mit den Jungfreisinnigen hat sie zudem eine E-Petition und eine Facebook-Aktion lanciert, um Druck auf Parlament und Bund zu machen.

Die Petition dazu finden Sie unter: http://www.fdp.ch/epetition/

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