Der Status Quo ist mit Blick auf den gesellschaftlichen Wandel nicht wirklich eine befriedigende Alternative....

Die Debatte um Ladenöffnungszeiten wird immer ideologischer geführt. Die Stadt Luzern als Touristenhochburg hat im Vergleich mit den umliegenden Kantonen weiterhin die restriktivsten Ladenöffnungszeiten. Immerhin hat die Stadtbevölkerung zusammen mit Teilen der Agglomeration für die massvolle Anpassung der Öffnungszeiten gestimmt. Dieses differenzierte Bild zur hohen Ablehnung in den ländlichen Teilen des Kantons muss jetzt dazu führen, dass eine lokale Anpassung der Öffnungszeiten in der Stadt Luzern stattfinden kann. Wer dies nicht nachvollziehen kann, dem sei empfohlen unter der Woche nach 19:00 Uhr dem Bahnhof Luzern mal einen Besuch abzustatten oder an einem Sonntag die Szenerie an Tankstellenshops zu beobachten. Die restriktiven Ladenöffnungszeiten für den restlichen Detailhandel sind ein gewichtiger Grund für das starke Wachstum dieses Bereiches. Ob der Status Quo den unabhängigen Detaillisten tatsächlich hilft, wage ich zu bezweifeln. Die prosperierenden Tankstellenshops werden nämlich ebenfalls von Migros und Coop betrieben. Die aktuelle Vorlage der Ladenöffnungszeiten wurde vom Luzerner Volk zwar abgelehnt, der Status Quo aber ist mit Blick auf den gesellschaftlichen Wandel nicht wirklich eine befriedigende Alternative.

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