Revision Raumplanungsgesetz: Auszonen auf dem Land, einzonen in der Agglomeration? Landschaftsinitiative aufrechterhalten!

In den meisten Kantonen sind die Bauzonen heute schon auf den voraussichtlichen Bedarf von 15 Jahren festgelegt. Nur im ländlichen Raum gibt es stellenweise noch überdimensionierte Bauzonen. Diese mit Hilfe der Mehrwertabgabe auf Neueinzonungen zu reduzieren, um in der Folge in den Agglomerationen neue Bauzonen ausweisen zu können, ist in doppelter Hinsicht ein Fehler: 1. Sollten nicht Grundstückbesitzende für etwas entschädigt werden, für das sie keine Leistung erbracht haben. 2. Ist der Grünraum in den Agglomerationen für die Naherholung und die Siedlungstrennung mindestens so wertvoll wie im ländlichen Raum.
Unter dem Deckmantel verschiedener unverbindlicher Absichtserklärungen (Siedlungsentwicklung nach innen, Nutzung von Brachflächen, etc.) wird der Erweiterung der Bauzonen in den Agglomerationen nach 5 Jahren Übergangsfrist der Boden geebnet. Eine Mogelpackung erster Güte! Das Bauland in der Schweiz muss teurer werden; nur so stoppen wir den Kulturlandverlust erfolgreich. Die Landschaftsinitiative ist dazu das richtige Instrument.

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