Freie Schulwahl bedeutet: Staatliches Geld für katholische Bekenntnisschulen, Schientology Schulen und Koranschulen.

Mit der Initiative für freie Schulwahl, über die am 17. Juni im Kanton Zürich abgestimmt wird, muss der Staat alle Schulen finanzieren, die gewisse Minimalbedingungen erfüllen. Die meisten privaten Schulen sind christliche Bekenntnisschulen. Nicht umsonst ist die extremistische christlich konservative EDU als einzige Partei des Kantons für diese initiative. Die EDU übersieht dabei, dass nicht nur christliche Bekenntnisschulen finanziert würden, sondern auch salafistische Koranschulen. Wenn eine umstittene Sekte, wie die Scientology eine Schule einrichtet, müsste der Staat sie finanzieren. Christliche Eltern, die nicht wollen, dass ihre Kinder in der Schule etwas über die Evolutionstheorie hören oder Harry Potter lesen, nehmen die Kinder auf eine Sektenschule. Moslems, die nicht wollen, dass ihre Kinder Turn und Schwimmuntericht haben, schicken sie in eine nach Geschlechtern getrennte Koranschule.

Käme die Initiative durch, würde ich sofort ein neues Projekt starten: Aufbau einer staatlich finanzierten Piratenschule, wo die Kinder nebst Medienkompetenz lernen, wie man Dateien aus dem Internet kopiert, und wo wir die politischen Ideen der Piratenpartei ungefiltert verbreiten könnten.

Dies wird zu einer Separation in der Gesellschaft führen und es wird Eltern helfen, ihre Kinder in einer eigenen Welt zu erziehen und vom Rest der Gesellschaft abzuschotten.

Das mag im Interesse der Eltern sein, es ist aber nicht im Interesse der Kinder und schon gar nicht im Interesse der Gesellschaft.

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