Wohnungsknappheit - Lösungsansätze

Wir hören oft, dass der subventionierte Wohnungsbau zu einer Entspannung am Wohnungsmarkt bei­tra­gen soll. Dies erscheint auf den ers­ten Blick lo­gisch und führt zu einer tatsächlichen Ent­span­nung für wenig Begüterte und Sub­ven­tio­nier­te.

Schauen wir uns das Ganze je­doch mit den Fol­gen für den grösseren Teil der Ge­sell­schaft an:
Der sub­ven­tio­nierte Woh­nungs­bau führt an guten Lagen zu einer künstlichen Verknappung der Woh­nun­gen für die ei­gent­li­che Ziel­gruppe - in den meis­ten Fällen der Mit­tel­stand oder bes­ser Begüterte. Die Nach­frage nach „normalem“ Wohn­raum nimmt je­doch nicht ab. Somit ste­hen einem ver­min­der­ten An­ge­bot die glei­chen Nach­fra­ger gegenüber – was die Preise für die nicht sub­ven­tio­nier­ten Woh­nun­gen wei­ter in die Höhe treibt.

Der sub­ven­tio­nierte Woh­nungs­bau führt zu einer Ver­schlech­te­rung für ALLE aus­ser den­je­ni­gen, die auf Unterstützung an­ge­wie­sen sind. Man möchte fast sa­gen: Für we­nige statt für alle…

Um der Woh­nungs­knapp­heit ent­ge­gen zu kom­men, würden sich di­verse In­stru­mente an­bie­ten. So zum Bei­spiel zusätzliche Einzonungen bzw. Aus­wei­tun­gen von Ausnützungsziffern oder Änderungen an den kom­mu­na­len Bau- und Zonenreglementen. Ebenso trägt die Personenfreizügigkeit​ einen nicht un­er­heb­li­chen Teil zur Woh­nungs­knapp­heit bei.

Ich sage Ih­nen, wes­halb sich Viele nicht für zusätzliche Ein­zo­nun­gen be­geis­tern las­sen. Im­mo­bi­li­en­be­sit​­zer, vor allem von Ren­di­te­lie­gen­sch​af­ten, zählen meist zu den begüterten Men­schen. Zusätzliche Ein­zo­nun­gen oder das Zu­ge­ste­hen einer bes­se­ren Ausnützung würden vom einen auf den an­dern Tag den Wert eines Grundstückes er­heb­lich erhöhen - das passt nicht zur an­ge­streb­ten Umverteilung von oben nach unten. Wenn der Mit­tel­stand bzw. die Ober­schicht je­doch in Bedrängnis gerät und immer mehr für Woh­nun­gen zu zah­len hat (als Folge des sub­ven­tio­nier­ten Woh­nungs­baus), kommt dies der Um­ver­tei­lung eher ent­ge­gen. Bei Ent­eig­nun­gen be­zahlt der Staat in den meis­ten Fällen den Grundeigentümern eine Entschädigung (wel­che sel­ten an den Markt­wert her­an­kommt) – wieso kann das nicht um­ge­kehrt der Fall sein und der Grundeigentümer entschädigt den Staat bei einer bes­se­ren Ausnützung bzw. zusätzlichen Einzonung (evtl. erst nach Rea­li­sie­rung einer Auf­sto­ckung und somit bei Be­ginn eines verstärkten Geldflusses)?

4 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Immobilien»

zurück zum Seitenanfang