Der Kampf um den Neubau + Rundumsanierung der Bieler Gymnasien geht in die nächste Runde... Heimatschutz verhält sich weiterhin untragbar ignorant!

Sehr geehrte Leserinnen und Leser

Ich habe vor einigen Monaten bereits einmal über dieses Thema einen Artikel verfasst. Es geht auch in diesem Beitrag einmal mehr um den Ausbau und die Sanierung der Bieler Gymnasien ("Deutsches Gymnasium Biel - Strandboden").

Der Heimatschutz zeigt sich weiterhin untragbar ignorant und stösst dabei bei der Bevölkerung und bei den Politikern von ganz links bis ganz rechts auf Kopfschütteln, vielerorts auch auf Zorn. Nun veranstaltete aber auch die Schülerschaft bereits zum zweiten Mal eine "Demonstration", man könnte die Aktion auch als "Hilferuf" bezeichnen - denn die Schüler und Lehrer werden von den Behörden im Stich gelassen.

Obwohl Kantonsregierung und Stadtregierung schon lange grünes Licht für das bereits ausarbeitete Projekt gegeben haben, stellt sich der Heimatschutz weiterhin komplett quer und besitzt nun sogar die Frechheit und Arroganz die Schuld an der ganzen Misere abzustreiten ("was können wir dafür, wenn die da Provisorien aufstellen möchten?").

Das eigentliche Problem ist nicht die Sanierung und auch nicht der Neubau - sondern es sind die Provisorien, in welchen die SchülerInnen zweier Gymnasien während den Sanierungsarbeiten provisorisch unterrichtet werden sollten. Die Wiese und der Platz, auf welchen die Provisorien gebaut werden sollten sind laut Heimatschutz "schützenswert".

Dies hat nun zur Folge, dass die Provisorien so oder so nicht mehr rechtzeitig aufgebaut werden können - das Gymnasium hat nun deutlich zu wenig Klassenzimmer und die Schüler müssen bis nach 18:30 den Unterricht verlängern. Dies sind untragbare, ja schon fast katastrophale, Verhältnisse.

Zum zweiten Mal innerhalb von rund einem Jahr haben die Schüler des Gymnasiums ihren Unterricht für einen Tag nun ins Freie auf den Schulhof verlegt - dies symbolisiert ihren Unmut über die Inkompetenzen der zuständigen Institutionen. Weiter wurde nun eine Petition mit über 700 Unterschriften von der Schülerschaft eingereicht, welche die sofortige Bewilligung der Provisorien fordert.

Den Schülern und Lehrern reicht's!

Für mich, als ehemaliger Gymnasiast an dieser Schule ist die Forderung absolut nachvollziehbar. Zu lange wurde beim Ausbau diverser Schulen in der Region schlicht und einfach geschlafen, was nun alles nachgeholt werden muss. Renovation und Sanierung sind längst überflüssig (siehe dazu erster Beitrag).

Der Heimatschutz blockiert nun in einer ohnehin prekären Situation die nötigen Massnahmen, um den Schülern und Lehrern einen wenigstens halbwegs geordneten Übergang zu ermöglichen. Das ist nicht nur mühsam, sondern schlicht und einfach eine absolute Frechheit!

Zusatzinfo:

Falls Sie sich nun fragen - "Halt, über diese Gymnasium habe ich doch sonst noch irgendwo irgendetwas gehört?!"

Richtig! Der französischen Abteilung des "Gymnase Française - Strandboden" gehörte der mutmassliche 19-Jährige Terrorist, welcher vor einigen Wochen in Kenia verhaftet wurde, an.

Auch Nicolas Blancho, Präsident des IZRS, besuchte einst dieses Gymnasium, aber auch andere Berühmtheiten (und dies nun im positiven Sinn) wie Bastien Girod (NR/Grüne) besuchten das Gymnasium.

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