Schleichende Diktatur, oder wie Privatisierung uns zu Sklaven macht – Bedingungsloses Grundeinkommen die 2.

Das Wort „Privatisierung“ ist in unserem Denken nicht negativ behaftet, weil wir bislang die positive Form der Leistungssteigerung, Wettbewerb und Effektivität vormals staatlicher Unternehmen, damit verbinden. Wobei das Wort „Privatisierung“ aus dem altgriechischen Wort „privare“ (=berauben) besteht. Grundsätzlich könnte man das verstehen, dass alles Privatisierte, das vom Volk (Staat) geraubte, nunmehr bei bestimmten Personen oder Institutionen gesichert wird. Wir legen viel Wert auf unser „Privateigentum“, demnach also dem geraubten Besitz und verteidigen dies mit den all uns verfügbaren Mitteln. Da jeder Mensch ein gewisses Mass an Privateigentum in seinen privaten vier Wänden besitzt, empfinden wir es auch in keiner Weise als negativ.

Während nun z.B. Griechenland, durch die bekannte Schuldenpolitik von Europa dazu gezwungen wird, Staatseigentum zu verkaufen, demnach also zu privatisieren, wird uns laufend vermittelt, dass wir in Europa eine Politik des Sparens verfolgen sollten, da wir unsere Verbindlichkeiten zurückbezahlen müssen, weil jeder der einen Kredit aufnimmt, diesen natürlich auch zu begleichen hat. Nicht nur Griechenland ist an diesem Punkt angelangt, sondern nunmehr auch Spanien, dessen grösste staatliche Bank „Bankia“ jetzt staatliches Vermögen verschleudern muss, um die Schulden zu tilgen und der spanische Steuerzahler dafür mit Notkrediten einspringen wird, ohne gefragt zu werden. Erinnern wir uns vielleicht auch daran, wie sehr das Schweizer Volk befragt wurde, ob die Grossbanken UBS und CS, Milliardensubventionen aus Steuergeldern erhielten, aufgrund dessen, weil sie Ramschware der US-Misswirtschaft aus reiner Profitgier gekauft haben und somit die USA selbst vor einem Bankrott bewahrt und damit den Dollar stabilisierten.

Zur Zeit wird in Europa eine Sparpolitik verfolgt, die alle Euro-Länder zu drastischen Kürzungen verpflichtet. Sparen aber heißt nicht, die Schulden zurück zu bezahlen, sondern das Geld, welches im Umlauf ist, zu kürzen und somit auch Arbeitsplätze zu reduzieren, weil es gar nicht mehr möglich ist, diese exponentiell wachsenden Schulden zu begleichen. Aber an wen müssen denn diese Schulden bezahlt werden? Niemand wirklich weiß es und der, der es weiß versteckt sich hinter dem Datenschutz oder Bankgeheimnis.

Kontrollierst du die Schulden, kontrollierst du das Land! Diesen Spruch kennen bereits viele aus dem Film „The International“ aus dem Jahr 2009.

Wir wissen also nicht an wen wir die Schulden bezahlen. Aber wir wissen auch nicht warum wir so viele Schulden bezahlen, da doch eigentlich alles im Staat dem Volk gehören sollte. Während die US-Rating-Agenturen Griechenland bewusst zum Ramsch verdonnern, gar den Euro vernichten wollen, besteht bald die Möglichkeit finanzkräftiger, amerikanischer und internationaler Investoren, staatliches Eigentum zu billigsten Preisen erwerben zu können und so deren Vermögen für die Zukunft zu vermehren, da man davon ausgeht, dass sich das Land nach einem möglichen Staatsbankrott wieder erholt und diese Immobilien künftig eine enorme Wertsteigerung besitzen. Wer im Land enormes Vermögen, Immobilien und Firmen besitzt diktiert was in unserem Land auch passiert. Somit wird Volkseigentum (Staatseigentum) zu Privateigentum (geraubtes Eigentum). Wer hat aber so viel Geld, um diese von Griechenland verkauften Immobilien zu erwerben, insbesondere wenn der Euro gegenüber dem Dollar an Wert verliert? Dem Normalbürger, das Volk, dem das Land, die Firmen, etc. gehören jedoch nicht. Also wem wird dann dieses günstig erworbene Eigentum an Ende gehören, wenn nicht mehr dem Staat, dem Volk? So billig erwirbt man sich Einfluss und Macht. So billig kann man Menschen und Systeme abhängig machen und versklaven.

Trotzdem wird weiter vehement von der deutschen Kanzlerin eine drastische Sparpolitik verfolgt und man versucht derzeit mit allen Mitteln einen „Vertrag zur Einrichtung des Europäischen Stabilitätsmechanismus“ (ESM) schnellstens durch zu bringen. Aber wer in Europa liest schon einen Vertrag, der „Stabilität“ in seiner Überschrift enthält? Interessanterweise berichten weder Politiker, noch die Medien über wesentliche Punkte, die uns alle interessieren sollten, auch in der Schweiz und eine diktatorische, vielleicht sogar faschistische Zukunft Europas bedeuten könnte, wenn dies nicht verhindert wird. Hier ein paar Informationen, die uns allen vorenthalten werden:

Und selbst der Deutsche Bundestag weiss bereits Bescheid in einer öffentlichen Rede vom 29.3.2012. Auch wenn man Gysi nicht mag, muss man feststellen, dass er eigentlich Recht hat.

Während wir noch alle Mittel anwenden, um unsere Stabilität, also unseren Wohlstand zu erhalten, haben wir gar nicht wirklich mitbekommen, wie sehr die Bemühungen dahin verlaufen, dass nicht nur Europa, sondern auch die Schweiz zu einer Geisel des weltweiten Finanzsystems geworden ist, dass von einer Minderheit der Leute, die unglaubliches Vermögen besitzen, regiert wird und uns dadurch in eine Abhängigkeit, eine neue Form der Sklaverei führen wird. Erst kürzlich hat die Schweiz alles daran gesetzt sich von der „grauen Liste“ der OECD streichen zu lassen, aber nicht mitbekommen, dass Offshore-Insel-Ableger der „City of London“ von dieser Geißelung bislang weitgehend verschont geblieben sind und wahrscheinlich auch gar nicht weiter gefordert werden. Warum auch? Es gibt ja auch keine zigtausend Offshore-Briefkasten-Firmen in der Schweiz, die Kunden der City of London beherbergt.

Während die Schweiz durch ihre Steuerpolitik in der Welt verurteilt, ja sogar von deutschen Politikern öffentlich diffamiert wird, machen die Unternehmen auf den Offshore-Firmen unbeeindruckt von der Öffentlichkeit einfach weiter wie bisher und keiner merkt es.

Da aber Europa, mit 50% Exportanteil, ein wesentlicher Ernährer der Schweiz ist und man keinen Streit mit unseren Nachbarn riskieren will, bleibt der Schweiz keine andere Möglichkeit, als sich Europa systematisch und schleichend anzupassen und deren Gesetze langsam aber sicher zu übernehmen, ohne dass wir es wirklich mitbekommen. Solange wir am Tropf des weltweiten Finanzsystems und Europäischer Wirtschaft hängen, ist es blauäugig zu glauben, wir würden das Land selbst regieren, denn schon lange geben uns Andere, Wenige vor, was wir zu tun und zu lassen haben. Eine Abschottung und Schließung der Grenzen hätte jedoch unbeschreibliche Folgen, die das Land durchaus ins Chaos stürzen und uns ebenfalls eine faschistisch, diktatorische Zukunft bringen könnte. Das ist also keine wirkliche Alternative, die manche Kräfte versuchen zu vermitteln.

Viele glauben bereits zu wissen, dass der Euro am Ende ist und während wir mit aller Macht, mit der SNB versuchen, den Kursverfall aufzuhalten, häufen wir enorme Bargeldbestände dieses Euro an, der nach einer Auflösung, dem sogenannten Crash, keinen Wert mehr hätte und wir auf einen wertlosen Geldberg sitzen würden, der uns nur vorübergehend eine Lösung brachte.

Immer mehr Menschen wissen und öffnen ihre Augen, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis das gesamte Finanzsystem kollabieren wird. Dann, wenn dies soweit ist, werden diejenigen, die über genug Einfluss und Werte besitzen, grosse Teile unserer Länder und Staaten billigst aufkaufen und die neuen Besitzer, die neuen Herren sein, die uns ein System vorgeben werden, dass uns wieder zu neuen Schulden überreden wird und wir aufs Neue für die Gleichen arbeiten werden, weil wir freiwillig dazu bereit waren alles Mögliche zu verkaufen, zu „privatisieren“.

Dies ist Plan A, denn es gibt in unserer Gesellschaft keinen anderen Plan.

Es sei denn, wir fangen an, die Werte neu zu ordnen, darüber nachzudenken, dass wir eigentlich unser Weltbild umwerfen sollten und einen „Plan B“ entwickeln sollten, bevor wir vor Tatsachen stehen, die vielleicht sogar einen dritten Weltkrieg als „Plan C“ verursachen könnten.

Dieser „Plan B“ existiert bereits. Noch unausgereift aber sollte uns alle zum „diskutieren“, aber vielleicht auch zum „planen“ anregen, bevor wir möglicherweise an einer Hausecke mit einer geladenen Waffe stehen, um unser Privateigentum zu schützen, aber es nicht in unserer menschlichen Natur liegt, zu töten.

Jeder der die Anfänge des „Plan B“ wissen möchte, soll sich einmal diese Alternative anhören und vielleicht ernsthaft darüber Gedanken machen. Nehmt Euch Zeit für eine mögliche gerechtere Zukunft:

Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Ein Satz, den jeder kennt und in all den Jahren der Menschheit immer wieder anders ausgelegt wird. Dennoch können wir etwas tun und sei es, dass wir uns lediglich darauf vorbereiten was kommen wird, oder versuchen eine Gesellschaft zu schaffen, die Allen dient und nicht nur Wenigen.

Zum Schluss noch ein wirklich interessanter Beitrag über das „Bedingungslose Grundeinkommen“, den bitte auch die Skeptiker ansehen:

Mehr dazu auch unter http://www.wissensmanufaktur.net

Danke für Eure Aufmerksamkeit!

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