Schweizer Unternehmen an die Leine nehmen.

Durch den Fall von Xstrata wird uns wieder einmal vor Augen geführt, dass sich schweizer Unternehmen im Ausland an überhaupt keine Regeln halten wollen. Dabei ist Xstrata nicht mal der erste, oder ein besonders spektakulärer Fall von schweizer Unternehmen die tun und lassen was sie wollen.

Da gibt es eine lange Liste von schweizer Unternehmen, die jegliche Regeln und Gesetze ignorieren. Darunter auch einige sehr berühmte wie Nestle, Glenncore oder das weniger bekannte Syngenta. All diese Unternehmen machen was sie wollen. Egal ob dabei Menschen verarmen, krank werden oder sogar sterben. Völlig unbehelligt von der schweizer Politik oder Justiz. Glenncore kann als gutes Beispiel dienen um zu zeigen wie korrupt und menschenfeindlich einige schweizer Multis inzwischen geworden sind. Glenncore ignoriert jegliche Umweltschutzbedingungen, Menschenrechte oder sonst irgendwelche Gesetze die ihrem Profit im Weg stehen könnten. Und mit Korruption bringen sie die Regierung zum Stillschweigen.

Und das sollte uns auf den Plan rufen und wir sollten uns nicht nur beschweren, sondern endlich mal Massnahmen ergreifen. Es braucht in der Schweiz eine Gesetzgebung die jedes schweizer Unternehmen an Menschenrechte, Umweltstandards oder Arbeiterrechte bindet. Ebenso eine Rechtssprechung die diese Unternehmen nicht nur medienwirksam nach aussen bestraft, sondern richtig bestraft.

Unternehmen sollten genug Freiheiten haben um Profit zu Wirtschaften und einer jeden Volkswirtschaft, in der sie tätig sind, zu dienen. Doch wenn es für Unternehmen möglich ist Grundrechte zu umgehen nur um des höheren Profit willen, dann läuft etwas schief. Unternehmen die im Ausland gegen internationales Recht verstossen ,sollten auch wenn das betroffene Land nichts unternimmt, in der Schweiz bestraft werden. Wer Unrecht begeht dem soll die Rechtssprechung mit gleicher Härte entgegnen wie sie es bei anderen auch tut. Egal wieviele Mitarbeiter ein Unternehmen hat oder wieviel Umsatz es im Jahr macht.

Schweizer Unternehmen müssen wieder an die Leine unserer Regierung, und unserer Justiz, denn hier geht es nicht um den freien Markt, sondern um grundlegende Rechte, die von Unternehmen ignoriert und mit Füssen getreten werden. Das darf kein Zustand sein, der in der Schweiz toleriert wird, er muss bekämpft werden.

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