Schengen/Dublin: Offene Grenzen für Kriminaltouristen

Sehr geehrte Leserinnen und Leser

Schengen/Dublin wird oftmals für die herrschenden Missstände im Asylwesen verantwortlich gemacht. Die SVP hat jedoch bereits vor Vertragsabschluss darauf hingewiesen, dass die Aufhebung der Grenzkontrollen in der ganzen EU (und der Schweiz) Kriminellen sämtliche Tore öffnet - bildlich könnte man wohl sogar davon sprechen, dass ihnen der rote Teppich ausgerollt wurde.

In der Kriminalstatistik von 2011 verzeichnete die Schweiz (schon wieder) einen markanten Anstieg der Einbrüche, Überfälle, Diebstähle und des Drogenhandels - verübt von vorwiegend Kriminaltouristen (Ausländer ohne festen Wohnsitz in der Schweiz -> Einbrecherbanden und dergleichen) und von Asylanten (auf diese entfallen zum Beispiel rund 1/3 aller Strafanzeigen wegen Verletzung des Betäubungsmittelgesetzes).

Unabhängig davon, ob wir Schengen/Dublin behalten oder künden - die Grenzen müssen wieder kontrolliert werden. Und dies nicht nur in der Schweiz, sondern am besten in ganz Europa bzw. in der EU. Wenn Einbrecherbanden aus Rumänien auf dem Weg in die Schweiz auf dem schnellsten Weg über Ungarn und Österreich (oder weiter südlich noch mehr) 3 Grenzen überqueren müssen (und auf dem Rückweg noch einmal), sinkt die Attraktivität des Kriminaltourismus deutlich, denn die Gefahr erwischt zu werden würde ebenfalls deutlich steigen.

Heute wurde ein Beitrag in den Medien veröffentlicht, wo erschreckende neue Fakten angesprochen werden: Nicht nur die Anzahl an Verbrechen ist seit 2009, also nach Vertragsabschluss und Öffnung der Grenzen, stark angestiegen, sondern offenbar auch die Professionalität und Gewaltbereitschaft. Die Rede ist von vollautomatischen Waffen, sowie Panzerfäusten und Sprengstoff.

Die Schweiz täte gut daran schnell zu handeln und die Grenzen gefälligst wieder dicht zu machen. Die weiterhin aktive Warenkontrolle (Verhinderung von Warenschmuggel) ist eine Farce - der normale Bürger wird kontrolliert und überwacht (in diesem Beispiel jedoch nicht zu Unrecht) aber die Kriminellen haben wieder einmal absolut nichts zu befürchten.

Hier der Bericht von 20min:

Das Grenzwachtkorps schlägt Alarm: Immer mehr Verbrechen werden von Kriminaltouristen begannen, die zudem bis an die Zähne bewaffnet und äusserst gewaltbereit sind.
Jürg Noth, Chef des Schweizerischen Grenzwachtkorps (GWK), warnt vor französischen Kriminaltouristen, die in der Schweiz Banken, Uhrenfabriken und Uhrenmuseen überfallen. «Die Täter gehen immer gewalttätiger und rücksichtsloser vor», sagt er im Interview der «NZZ am Sonntag». "Sie seien mit Sturmgewehren, Maschinenpistolen und sogar Panzerfäusten bewaffnet und setzten diese auch ein. In einem Fall habe sich eine Bande sogar mit Sprengstoff Zugang zu einer Bank verschafft.
Bankomat-Betrug
Die Banden stammen vor allem aus den Vorstädten von Lyon, ihre Mitglieder sind meistens französische Staatsangehörige nordafrikanischer Herkunft. Bis jetzt haben sie ihre Überfälle vor allem in der Westschweiz und im Tessin verübt. Sie sind vermehrt aber auch in der Nordwestschweiz tätig, wie Jürg Noth weiter sagt. Die schweren Raubüberfälle haben in den letzten Monaten zugenommen.
Helikopter-Einsätze jenseits der Grenze
Wegen der wachsenden grenzüberschreitenden Kriminalität ergreift das Grenzwachtkorps jetzt Massnahmen: Es schult sein Personal speziell gegen die gewalttätigen Banden und setzt in der Westschweiz und im Tessin zusätzliche Grenzwächter ein. Daneben schafft es neue Schutzwesten und neue Strassensperren sowie zusätzliche Videokameras an. Schliesslich greift es im Kampf gegen die Kriminaltouristen vermehrt auf Helikopter und Drohnen zurück. Erstere können in Absprache mit den ausländischen Behörden sogar jenseits der Grenze eingesetzt werden.
Der Kriminaltourismus in die Schweiz hat in den letzten Jahren zugenommen, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. 2009 wurden rund 11 300 Ausländer, die keine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung in der Schweiz hatten, einer Straftat beschuldigt. 2010 stieg die Zahl auf 11 900, im letzten Jahr auf 12 800. Die meisten Täter stammen aus Frankreich und Rumänien. Aus Rumänien stammen unter anderem sogenannte Skimming-Banden; Skimming nennt man Betrügereien mit gefälschten Bancomat- und Kreditkarten. Auch diese haben in letzter Zeit zugenommen; das Grenzwachtkorps greift laut Noth mindestens einmal pro Woche eine Skimming-Bande auf.

11 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Kriminalität»

zurück zum Seitenanfang
  • Copyright © Politnetz AG 2009–2017
  • Impressum
Release: production