Marketing-Tipp Nr. 2: Sind Sie auf dem neusten Stand der Technologie?

Sehr geehrte Leserinnen und Leser

Im Teil 1 dieser kleinen Serie "Marketing-Tipps" habe ich versucht Ihnen darzulegen, wie Sie mit Facebook Ihr Unternehmen, schnell, einfach, äusserst effektiv und vor allem gratis vermarkten können. Diese und andere Social-Plattforms haben meiner Ansicht nach eine grosse Chance die Wirtschaft und Werbung zu revolutionieren, bzw. dieser Prozess ist bereits im Gange.

Im zweiten Teil möchte ich Sie gerne mit den neusten Technologien auf dem Markt vertraut machen - und Ihnen aufzeigen, wie diese andere Firmen bereits nutzen. Womöglich sind gewisse Produkte oder Dienste also auch für Sie interessant, je nach dem in welcher Branche Sie arbeiten.

Ihre Webseite

Als Unternehmen (oder auch als Privatperson) werden Sie hoffentlich auch bereits eine Webseite haben. Ich würde Ihnen gerne ein paar Beispiele liefern:

Dies sind Beispiele für gute Webseiten in ihren jeweiligen Branchen und für ihren Zweck. Alle haben aber gewisse gemeinsame Nenner, welche auf einer Webseite aus dem Jahr 2012 nicht mehr fehlen dürfen. Versuchen Sie also diese Grundpfeiler auch auf Ihrer Webseite möglichst einzuhalten:

  • Modernes, einfaches/schlichtes und ansprechendes Design
  • Klare Strukturierung, wichtigste Infos gut ersichtlich, detaillierte Infos in Unterrubriken
  • Wichtigste Elemente und Schlagwörter prominent präsentieren (z.B. Mitglied werden, Unser Angebot, usw.)
  • "Was", "wo", "wann", "wie" -Fragen sollen sich innerhalb von Sekunden selbst erklären.
  • Einbindung der Social Medias wie Facebook (z.B. auch mit einem Feed)
  • Webseite aktuell und spannend halten - nichts ist tödlicher, als eine schlecht gewartete nicht aktuelle Webseite
  • Die Startseite ist Ihre Visitenkarte - hinterlassen Sie einen guten Eindruck
  • Verwenden Sie viele Stichwörter und Bilder im Zusammenhang
  • Posten Sie aktuelle Medien wie Bilder, Videos, gedruckte Artikel, Interviews und dergleichen - erzeugen Sie eine gewisse Stimmung
  • Verwenden Sie für all Ihre Plattformen einheitliche Logos und Slogans
  • Achten Sie auf die richtige Formatierung und Grösse der Webseite für sämtliche Betriebssysteme (Windows, Mac OS), Browser (IE, Safari, Mozilla) und Geräte (Mac, PC, Tablets, Smartphones, usw.).

Nun, vielleicht sagen Sie sich jetzt "alles gut und recht -aber ich weiss nicht wie!". Macht nichts - es gibt unzählige Firmen, welche Spezialisten haben, die Ihnen eine Webseite professionell nach Ihren Wünschen aufbauen können. Oder Sie können sich auch persönlich hinter den Computer setzen und mit Basteln beginnen. Programme wie wordpress oder weebly sind gratis und äusserst einfach zu bedienen. Andere Dienste sind zwar nicht gratis, aber doch immer noch sehr billig im Kosten-Nutzen-Raster.

Ich verstehe zum Beispiel absolut nichts vom Programmieren und habe die Webseite unseres Tennisclubs völlig neu erstellt (mit weebly). Die wichtigsten Programmierfähigkeiten habe ich mir über Youtube selbst beigebracht - diese wären aber nicht einmal zwingend notwendig. Die erst vor ein paar Tagen erstellte Webseite muss nun noch für die "Portable Devices" (also Smartphones und Tablets), sowie für Windows XP (und älter) richtig formatiert werden.

Social Medias

Wie bereits im 1. Teil dargelegt - Social Medias sind der Link zum Erfolg. Nicht zwingend wegen ihrer Aktivität auf den jeweiligen Plattformen, sondern auch wegen ihrer Originalität und Funktionalität. Alleine der Zustand, dass eine Firma auf Facebook, Youtube oder Twitter aktiv ist, zeigt, dass sie aktiv mit ihren Kunden kommunizieren will. Weiter ist die Anzahl Anhänger auf den Plattformen bereits Werbung für sich - wenn eine Seite viele Anhänger hat, zeigt dies, dass viele Kunden zufrieden mit den Produkten oder Dienstleistungen sind. 400'000 Menschen (zum Beispiel eben die Anzahl "likes" auf Facebook) werden sich wohl nicht irren - die Aufmerksamkeit hat man damit bereits auf sicher.

Danach ist alles andere Qualitätssache - wie wird die Firma an den Kunden gebracht, wie präsentiert man sich und letztendlich: Interessiert sich der Kunde überhaupt dafür?

Wenn diese Zahlen an "Interessierten" auf Ihrer Webseite angezeigt werden, zeugt dies von einer aktiven, interessanten Firma und wird so oder so die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich ziehen.

Die Anzahl "Interessierte" oder die Anzahl "Anhänger" ist für Sponsoren ebenfalls sehr interessant. Hat eine Firma alleine auf Facebook mehrere zehntausend "likes", wird eine Zusammenarbeit oder ein Sponsoring doch bereits zweifelsfrei bedeutend attraktiver.

Tablets

Seit der Vorstellung des ersten wirklich marktreifen Tablet-Computers im Jahr 2010 (Sie ahnen es, ich meine das iPad), hat sich bereits Vieles verändert. Heute ist nun bereits die 3. iPad-Generation auf dem Markt und die Konkurrenz schläft nicht. Das Kindle deckt zum Beispiel ein anderes Marktsegment ab (nur E-Books) und ist deshalb auch deutlich billiger. Andere Tablets wie das Touchpad endeten mit einem Flop.

Der Markt ist geöffnet und die Hersteller stehen in einem konstanten Wettbewerb - dies garantiert qualitativ äusserst hochwertige Produkte. Aus Sicht des Unterhalts ist der Markt komplett offen. Das Programm "XCode" ist im Internet gratis erhältlich, damit kann jeder Programmierer Apps für das iPhone, iPad und für den Mac herstellen - im Prinzip komplett gratis. Die fertige App wird an Apple geschickt, dort wird sie geprüft und falls sämtliche Richtlinien eingehalten werden veröffentlicht. Apps können sowohl gratis, als auch kostenpflichtig sein - ganz nach dem Geschmack des Herstellers.

Womöglich ist dieser Markt auch für Ihr Unternehmen interessant. Hier erhalten Sie zum Beispiel einen Einblick, wie das iPad bereits heute in der Arbeitswelt sinnvoll verwendet werden kann.

Mit anderen Worten: Suchen Sie doch einmal einfach im App-Store nach Apps, welche für Sie interessant sein könnten. Falls Sie diese nicht finden, besteht immer noch die Option, selbst eine App für Ihre Zwecke und für Ihr Unternehmen zu erstellen - womöglich sogar auch an andere Unternehmen oder Privatpersonen zu verkaufen. Und wieder: Falls Sie die App in Ihrer Firma nicht selbst herstellen können, es gibt überall professionelle Firmen oder Privatpersonen (wie z.B. Studenten), welche immer wieder gerne ein bisschen Taschengeld verdienen.

Die Verwendung des iPads direkt vor und/oder mit dem Kunden hat einen anderen erfreulichen Effekt: Den "WOW"-Effekt. Viele haben heute bereits ein iPad, doch bei weitem nicht alle. Wie bei der Erfindung und der stetigen Verbreitung der Fernseher und der Computer, so ist auch ein Tablet-Computer ein vollkommen neues, revolutionäres Produkt. Die Kunden werden alleine durch das Arbeiten, ja alleine durch die Anwesenheit, des iPads Sympathien für Sie empfinden, Sie werden an Ihrem Unternehmen höchstwahrscheinlich Interesse zeigen, weil Sie Ihre Kunden mit einer komplett neuen Art des Arbeitens konfrontieren. Nutzen Sie also, wenn möglich, die Vorteile und Zeichen der Zeit, der "WOW"-Effekt wird nicht lange anhalten, denn die Tablet-Computer werden je länger je deutlicher unser Lebensstil verändern - und damit auch unsere Arbeitswelt.

Wieso ist dieses Thema ein Politikum?

Aus meiner Sicht kann und sollte man nun an dieser Stelle auch einen Link zur Politik machen, denn die Politik legt die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und Unternehmen fest.

Das Beispiel Apple mit ihrem "iPhone" und "iPad", respektive ihrem "AppStore" ist das perfekte Beispiel, weshalb ein liberaler Markt zu befürworten ist: Ich kenne keine andere Branche, ja gar kein anderes Produkt, welches in einer so kurzen Zeit nicht nur die Welt, sondern auch die Wirtschaft und Werbung verändert hat. Natürlich versuchen nun andere Unternehmen diese Produkte und Strategien nachzuahmen: Praktisch alle Konkurrenten von Apple verwenden für ihre Smartphones Multi-touch-Bildschirme, wie bereits angesprochen versucht man (manchmal etwas gar verzweifelt) das iPad in Sache Preis-Leistung und Funktionalität zu überbieten und heute gibt es ebenfalls bereits auch andere App-Stores (und nicht nur jener von Apple).

Böse Zungen werden nun behaupten, dass Apple so ziemlich das Gegenteil einer offenen Firma ist - sämtliche Produkte werden streng geschützt, Apple versucht an immer wie mehr Daten der Kunden zu gelangen und letztendlich liegt die Entscheidung, ob eine App veröffentlicht (oder wieder gelöscht) wird, zu 100% bei Apple. Dem gilt es anzufügen, dass Apple beim Fall "AppStore" eher die Funktion der Justiz einnimmt - die Rahmenbedingungen und Regeln werden festgelegt, wer sich innerhalb dieses Bereichs bewegt geniesst die "volle Freiheit". Apple wird mit seinem AppStore auch nicht reich, nur ein kleiner Teil der Einnahmen der Entwickler muss an Apple abgegeben werden, der Umsatz von Apple durch den AppStore ist auf Grund der Popularität sehr hoch, doch der Gewinn ist im Vergleich zum Gesamtgewinn doch ziemlich klein - das Geld wird hauptsächlich für den Unterhalt und die Weiterentwicklung investiert und kommt somit gleich wieder den Entwicklern zu Gute.

Egal, was man von den jeweiligen Produkten hält: Die Erfindung des iPhones, des iPads und des AppStores führte und führt zu einem schon fast extremen Wettbewerb zwischen den Firmen. Wieso? Weil der Markt liberal und geöffnet ist! Programmierer und Informatiker können das Endprodukt beliebig mit beeinflussen, indem sie ihre eigenen Apps erstellen und verkaufen. Apple ist mit seinem iPad nicht nur deswegen marktführend, weil das iPad technisch gesehen besser ist, als andere Produkte (vielleicht ist es sogar schlechter, das iPhone hat zum Beispiel auch eine eher durchschnittliche Kamera) - nein, der Erfolg beruht nicht nur auf dem Hype und dem "Qualitätssiegel Apple", welches sich die Firma in den letzten Jahren hart erarbeitet hat - der Erfolg begrü